Ministerpräsidentin Anke Rehlinger besucht die Montessori Gemeinschaftsschule Saar in Friedrichsthal, die jüngst Opfer mehrerer rechtsextremer Schmierereien wurde Foto: Staatskanzlei des Saarlandes
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Zum fünften Mal seit März sieht sich die Montessori Gemeinschaftsschule Saar in Friedrichsthal mit rechtsextremen Schmierereien konfrontiert. Ein Muster, das die Schulgemeinschaft ebenso wie die Landespolitik alarmiert. Am Dienstag, 7. Juli, verschaffte sich Ministerpräsidentin Anke Rehlinger persönlich ein Bild von der Lage vor Ort.

Gemeinsam mit der stellvertretenden Schulleiterin Verena Lorig ging Rehlinger über das Schulgelände und sprach mit ihr über mögliche Sicherheitsvorkehrungen und Wege, weitere Angriffe zu verhindern. Der Besuch war zugleich ein deutliches Signal der Solidarität mit einer Einrichtung, die immer wieder ins Visier gerät.

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Rehlinger fand dabei klare Worte. „Innerhalb kurzer Zeit ist die Montessori-Schule in Friedrichsthal erneut Ziel rechtsextremer Schmierereien geworden. Das macht mich betroffen und wütend“, sagte die Ministerpräsidentin. Wer Hakenkreuze und nationalsozialistische Symbole an eine Schule schmiere, begehe nicht nur Sachbeschädigung, sondern versuche gezielt, Kinder und Lehrkräfte einzuschüchtern und bedrohe Menschen aufgrund ihres Glaubens oder ihrer Herkunft.

Eine Botschaft ließ die Regierungschefin dabei keinen Zweifel: „Das nehmen wir nicht hin. Wer unsere Demokratie angreift und Hass verbreitet, muss wissen: Der Rechtsstaat schaut nicht weg. Solche Taten werden konsequent verfolgt.“ Die Antwort auf Hass sei Zusammenhalt, die Antwort auf Rechtsextremismus eine klare Haltung. Im Saarland gebe es keinen Platz für Menschenfeindlichkeit und keinen Platz für nationalsozialistische Ideologie.

Auch die Schule selbst lässt sich von den wiederholten Attacken nicht beirren. „Unsere Schule steht für Respekt, Vielfalt und ein friedliches Miteinander. Die wiederholten Angriffe treffen unsere Schulgemeinschaft, sie ändern aber nichts an unserer Haltung“, betonte Verena Lorig während des Rundgangs. Im Gegenteil wolle man weiterhin daran arbeiten, den Schülerinnen und Schülern demokratische Werte und Zivilcourage vorzuleben.

Die Serie der Vorfälle zieht sich mittlerweile über Monate. Bei den jüngsten Taten blieb es nicht bei den Schmierereien: Auch mehrere Fensterscheiben sowie eine Bushaltestelle wurden beschädigt. Für die Schulgemeinschaft bleibt die Situation damit eine wiederkehrende Belastung, der sie mit Haltung statt Rückzug begegnet.

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