Was kommt nach dem Abitur? Diese Frage treibt viele junge Menschen um – und genau hier setzten die Zukunftstage 2026 am Campus Zweibrücken der Hochschule Kaiserslautern an. An vier Tagen im Juni strömten mehr als 600 Schülerinnen und Schüler aus der Region auf das Gelände, um Hochschulluft zu schnuppern und sich Klarheit über ihre nächsten Schritte zu verschaffen.
Die dritte Auflage der Veranstaltungsreihe brachte einen neuen Rekord: Acht Partnerschulen aus Deutschland nahmen teil, und erstmals war mit der École Nationale de Santé du Luxembourg auch eine Einrichtung aus dem Nachbarland dabei. Für das Organisationsteam ein deutliches Signal, wie gut das Format bei der Zielgruppe ankommt.
Insgesamt 30 Workshops standen auf dem Programm und deckten die gesamte Bandbreite des Studienangebots ab. Neben etablierten Formaten rückten die Verantwortlichen in diesem Jahr besonders die neuen Studiengänge in den Fokus – darunter Physician Assistant, Applied Life Sciences, Digital Sales & Marketing Management, Wirtschaftspsychologie sowie Chiptechnologie für Medizin und Mikrosysteme.
Gefragt waren vor allem die interaktiven Angebote. Wer bei „Die Welt der Sinne: Wie wirken sich Genvariationen aus?“ oder „Du bist Recruiter: Wen stellst du ein?“ mitmachte, konnte selbst ausprobieren, welche Themen ihn packen – und welche eben nicht. Genau darin liegt der Wert, wie Marc Piazolo, Dekan des Fachbereichs Betriebswirtschaft, im Interview mit SWR-Aktuell betonte: „Man kann herauskitzeln, welche Richtung später vielleicht etwas für einen ist.“
Ebenso wichtig sei jedoch die gegenteilige Erkenntnis. Wer feststelle, „Das will ich nicht studieren“, habe für seine persönliche Orientierung oft einen entscheidenden Schritt getan. Für das Organisationsteam um Selin Mamok und Ann-Kathrin Germann ist der Maßstab klar: „Wenn Schülerinnen und Schüler nach ihrem Besuch mit mehr Klarheit über ihre nächsten Schritte nach Hause gehen, haben wir unser Ziel erreicht.“
Getragen wird das Format von der engen Zusammenarbeit mit den Schulen der Region. Mit dabei waren das Saarpfalz-Gymnasium Homburg, das Hochwald-Gymnasium Wadern, das Hofenfels- und das Helmholtz-Gymnasium Zweibrücken, die IGS Contwig, die BBS Zweibrücken, das Hohenstaufen-Gymnasium Kaiserslautern sowie die luxemburgische ENSA. Dass die Workshops überhaupt zustande kamen, verdankt die Hochschule dem Einsatz zahlreicher Professorinnen und Professoren, Mitarbeitender, Studierender und Alumni.
Nach drei Jahren haben sich die Zukunftstage als fester Bestandteil der Studien- und Berufsorientierung in der Region etabliert. Der Campus Zweibrücken punktet dabei mit modernen Laboren, praxisnahen Studiengängen und einem breiten Angebot von Mikro- und Nanotechnologie über Naturwissenschaften und Informatik bis hin zu Wirtschaft und Management. Schulen, Kurse oder Jahrgangsstufen, die künftig teilnehmen möchten, können sich bereits jetzt beim Marketing-Team des Campus melden.


















