v.l.n.r.: Alexej Behnisch (CISPA), Christian Müller (DFKI), Carola Plesch (BSI), Joshua Berger (DFKI), Ammar Alkassar (GovTech Deutschland), Staatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas, Lars Altenkirch (MWIDE), Anna Lawera (East Side Fab), Sophie von Wuthenau (GovTech Saarland), Gerald Maruhn (MWIDE). Foto: MWIDE/C.S.
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Das Saarland macht bei der Modernisierung seiner Verwaltung Tempo. Am Freitag, dem 3. Juli, unterzeichneten das Land und GovTech Deutschland in Saarbrücken den Kooperationsvertrag für den neuen GovTech Campus Saarland. Damit entsteht ein Innovationsraum, in dem Verwaltung, Forschung, Wirtschaft und Start-ups gemeinsam an der digitalen Zukunft des öffentlichen Sektors arbeiten sollen.

Die Idee dahinter ist klar umrissen. Digitale Lösungen sollen künftig schneller ihren Weg von der Theorie in die alltägliche Praxis der Behörden finden. Statt neue Technologien nur zu diskutieren, will der Campus einen Ort schaffen, an dem sie entwickelt, erprobt und tatsächlich in den Verwaltungsalltag überführt werden. Inhaltlich setzt das Netzwerk vor allem auf zwei Felder, in denen das Saarland bereits stark aufgestellt ist: Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit.

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Getragen wird der Campus vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie, die operative Umsetzung übernimmt der East Side Fab e.V. als Projektträger. Das Saarland ist bereits seit 2024 ordentliches Mitglied bei GovTech Deutschland und knüpft mit dem neuen Standort an diese Zusammenarbeit an. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Wissenstransfer: Beschäftigte in Landes- und Kommunalverwaltungen sollen neue Technologien kennenlernen, ausprobieren und sicher einsetzen können.

Staatssekretärin und CIO des Saarlandes Elena Yorgova-Ramanauskas, die den Vertrag gemeinsam mit GovTech-Vorstand Ammar Alkassar unterzeichnete, sieht darin einen handfesten Standortvorteil. „Eine moderne Verwaltung ist ein entscheidender Standortvorteil. Mit dem GovTech Campus Saarland bringen wir Verwaltung, Forschung und Start-ups zusammen, damit neue digitale Lösungen schneller bei Bürgerinnen und Bürgern, bei Unternehmen und in den Behörden selbst ankommen“, sagte sie. Ihr Anspruch reicht dabei über die Landesgrenzen hinaus: Man wolle Lösungen mit Vorbildcharakter entwickeln, die nach erfolgreicher Erprobung auch andere Bundesländer und Kommunen übernehmen könnten.

Ammar Alkassar wertet den Campus als mehr als nur einen weiteren Standort. „Der GovTech Campus Saarland ist mehr als ein neuer Standort – er ist ein Versprechen, dass Verwaltung, Forschung und Wirtschaft gemeinsam schneller vorankommen“, erklärte er. Das Saarland verfüge über ein Ökosystem von internationalem Rang, dessen Potenzial nun in den Dienst der öffentlichen Verwaltung gestellt werde.

Dass es dem Campus dabei nicht an Partnern mangelt, zeigt das Netzwerk hinter dem Projekt. Mit an Bord sind das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Diese Konstellation soll dafür sorgen, dass Forschungsergebnisse gezielt in die Verwaltungspraxis überführt werden. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen künftig gemeinsame Veranstaltungsformate, Fortbildungsangebote für Verwaltungsbeschäftigte sowie die Entwicklung und Erprobung neuer digitaler Werkzeuge.

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GovTech Deutschland selbst versteht sich als zentrale Plattform der Bundesregierung, der Länder und der Tech-Community. Mit inzwischen mehr als 160 Mitgliedern, Leuchtturmprojekten wie der cloudbasierten Gesundheitsplattform MEDI:CUS und einem Weiterbildungsprogramm, das bereits Tausende Beschäftigte im öffentlichen Dienst erreicht hat, will die Einrichtung eines der weltweit führenden GovTech-Ökosysteme aufbauen. Der neue Campus im Saarland fügt sich in diese Ambition ein.

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