Ein Traktorreifen, Bauschutt und jede Menge achtlos weggeworfener Abfall – das ist die Bilanz eines Samstagvormittags, an dem Mitglieder des SPD-Ortsvereins Bruchhof-Sanddorf wieder die Ärmel hochkrempelten. Im Rahmen der landesweiten Aktion „Saarland Picobello“ zogen die Freiwilligen durch ihren Ortsteil, um Wege und Grünflächen von wildem Müll zu befreien.
Der Entsorgungsverband Saar hatte erneut zum großen Frühjahrsputz aufgerufen. Überall im Saarland folgten Vereine, Initiativen und Privatleute dem Appell, ein sichtbares Zeichen gegen die zunehmende Vermüllung öffentlicher Flächen zu setzen. Für die Sozialdemokraten in Bruchhof-Sanddorf ist die Teilnahme längst zur festen Tradition geworden – seit Jahren packen sie bei der Aktion mit an.
Diesmal konzentrierte sich der Einsatz auf das Gebiet rund um das Wasserwerk an der Kaiserslauterer Straße am Ortsende von Bruchhof. Vor allem der Bahnweg entlang der Gleise stand im Fokus, denn die Strecke wird von Spaziergängern, Joggern und Hundehaltern gleichermaßen geschätzt. Gerade deshalb wiegt es schwer, dass dort offenbar regelmäßig Abfall in der Natur landet. Neben dem besagten Traktorreifen förderten die Helferinnen und Helfer eine beträchtliche Menge Bauschutt sowie diverse kleinere Abfälle zutage.
Mit vereinten Kräften gelang es der Gruppe, den beliebten Naherholungsweg wieder in einen deutlich ansehnlicheren Zustand zu versetzen. Was bleibt, ist allerdings ein bitterer Beigeschmack: Dass Jahr für Jahr dieselben Ecken gesäubert werden müssen, zeigt, wie wenig sich am Verhalten mancher Mitmenschen ändert.
Genau darauf machten die Beteiligten nach getaner Arbeit aufmerksam. So erfolgreich der Einsatz auch gewesen sei, er dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein grundsätzlich verantwortungsvollerer Umgang mit den Grünflächen und Wegen im eigenen Ortsteil nötig ist. Die Oasen der Naherholung direkt vor der Haustür verdienten mehr Wertschätzung, mahnten die Genossinnen und Genossen. Denn kein noch so engagierter Aktionstag kann ersetzen, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: den eigenen Müll nicht einfach in die Landschaft zu werfen.


















