v.l.n.r.: Thomas Diederichs, Leiter Abteilung Verkehr, Thomas Schöben, Geschäftsbereichsleiter Bürgerservice und Ordnung, machten sich vor Schulbeginn zusammen mit Ortsvorsteherin Dunja Sauer und OR-Mitglied Robin Degel ein Bild von der anhaltend hohen Verkehrs- und Parksituation in der Hasenfelsstraße. Foto: Giusi Faragone
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Rund 120 Kinder besuchen die Montessorischule in Oberwürzbach – doch nur ein Bruchteil von ihnen kommt aus dem Ort selbst oder nutzt den Bus. Der Großteil wird Tag für Tag mit dem Auto gebracht und wieder abgeholt. Was das für die Hasenfelsstraße bedeutet, die als Zufahrt zur Schule dient, beschäftigt den Ortsrat bereits seit geraumer Zeit. Nun hat die Stadt St. Ingbert gehandelt und ein Bündel an Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Sicherheit der Schulkinder zu verbessern.

Kurz vor Unterrichtsbeginn trafen sich Ortsvorsteherin Dunja Sauer, Ortsratsmitglied Robin Degel, Vertreter des Kommunalen Ordnungsdienstes sowie Thomas Schöben als Geschäftsbereichsleiter Bürgerservice und Ordnung und Thomas Diederichs, Leiter der Abteilung Verkehr, direkt vor Ort. Gemeinsam verschafften sie sich einen Eindruck davon, wie sich die Lage in den morgendlichen Stoßzeiten tatsächlich darstellt. Dabei nahmen sie auch bereits umgesetzte Veränderungen in Augenschein.

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Die sichtbarste Neuerung: In der Hasenfelsstraße steht seit Kurzem ein Verkehrsschild, das die Durchfahrt zwischen 7:00 und 17:00 Uhr untersagt. Die Schulleitung hatte die Eltern vorab über diese Regelung und die anhaltenden Probleme rund um das Parken informiert. Hintergrund der Maßnahme ist das massive Verkehrsaufkommen, das vor allem morgens und nachmittags entsteht, wenn Dutzende Eltern ihre Kinder direkt bis vor das Schulgebäude fahren. Für die Mädchen und Jungen, die zu Fuß unterwegs sind, wird die enge Straße dadurch zur Gefahrenzone.

Um den Eltern Alternativen zu bieten, hat die Stadt gleich mehrere Haltepunkte abseits der Schule ausgewiesen. In der Hauptstraße wird der Landesbetrieb für Straßenbau in Kürze zusätzliche Parkbuchten markieren. Von dort führt eine Treppe an der Kirche vorbei direkt hinauf zum Schulgelände. Weitere Möglichkeiten zum Halten und Parken bestehen im etwa 300 Meter entfernten Wohngebiet Dörrenbach sowie im Bereich der Steckentalstraße – beide Standorte sind fußläufig gut erreichbar.

„Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich mit Rücksichtnahme auf die Kinder an die Vorschriften halten. Nur so kann für die Kids ein sicherer Fußweg zur Schule garantiert werden“, machte Ortsvorsteherin Dunja Sauer beim Ortstermin deutlich. Sie kündigte zugleich an, dass die Schonfrist begrenzt sei: „Heute wurden durch den Kommunalen Ordnungsdienst lediglich mündliche Verwarnungen ausgesprochen. Bei künftigen Kontrollen müssen Verkehrsteilnehmer, die trotz des Verbots bis zur Schule fahren, jedoch mit Bußgeldern rechnen.“

Das erklärte Ziel aller Beteiligten ist klar umrissen: Der unmittelbare Bereich vor der Montessorischule soll vom Autoverkehr entlastet werden, damit die Kinder ihren Schulweg gefahrlos zurücklegen können. Ob das Konzept aus Durchfahrtsverbot, alternativen Haltepunkten und konsequenter Kontrolle aufgeht, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die Stadt hat jedenfalls signalisiert, dass sie bei Verstößen nicht mehr nur ermahnen, sondern auch zur Kasse bitten wird.

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