Christine Streichert-Clivot (SPD), Ministerin für Bildung und Kultur, besucht gemeinsam mit ihrem Luxemburger Amtskollegen Claude Meisch am 01.10.2025 das Schengen Lyzeum in Perl. Foto: Oliver Dietze
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Das Schengen-Lyzeum Perl gilt seit seiner Gründung als Modell für grenzüberschreitende Bildung. Hier können Schülerinnen und Schüler sowohl saarländische als auch luxemburgische Abschlüsse erwerben. Ab dem Schuljahr 2025/26 kommt eine weitere Besonderheit hinzu: Der Bildungsgang bis zum Abitur wird künftig auf neun Jahre gestreckt. Damit erhalten die Jugendlichen mehr Zeit, um sich auf ihre Abschlüsse vorzubereiten und ihre Kompetenzen Schritt für Schritt zu entwickeln.

Bei einem gemeinsamen Besuch machten die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot und ihr luxemburgischer Amtskollege Claude Meisch deutlich, welche Chancen sie in dieser Neuerung sehen. „Am Schengen-Lyzeum Perl wurde Lernräume geschaffen, in denen junge Menschen über sich hinauswachsen können. Hier geht es nicht allein darum, Wissen zu vermitteln – hier geht es darum, dass unsere Schülerinnen und Schüler lernen, Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übernehmen, Neues auszuprobieren und ihre Talente zu entdecken“, sagte Streichert-Clivot. „Mit Start des neunjährigen Bildungsgangs im kommenden Schuljahr gewinnen unsere Schülerinnen und Schüler noch mehr Zeit, um all das zu lernen, was sie für ihren weiteren Weg brauchen.“

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Auch die Schulorganisation verändert sich. Die Mittelstufe wird auf sechs Jahre gestreckt, Prüfungen für den Haupt- und mittleren Bildungsabschluss werden stärker kompetenzorientiert gestaltet. Dazu zählen etwa Präsentationsprüfungen mit Bezug zur Berufsorientierung oder Projektprüfungen im Team. Neue Lehr- und Lernformen, eine andere Rhythmisierung des Unterrichts sowie veränderte Leistungsbewertungssysteme gehören ebenfalls zum Konzept. Unterstützung erhält die Schule dabei von erfahrenen Bildungsexperten, die innovative Lernmodelle bereits erfolgreich umgesetzt haben.

Für Claude Meisch ist das Schengen-Lyzeum ein europäisches Vorzeigeprojekt. „Das Schengen-Lyzeum Perl ist ein herausragendes Beispiel für gelebtes Europa im Bildungsbereich. Als binationale Schule mit fest verankerten Strukturen aus Luxemburg und Deutschland ist es in seiner Konzeption und Ausrichtung europaweit einzigartig. Zugleich zeigt das Schengen-Lyzeum seit seiner Gründung den Mut, neue Wege zu beschreiten. Es freut mich, dass dieser Innovationsgeist nun mit einem Konzept des offenen Unterrichts konsequent weitergeführt wird“, erklärte der luxemburgische Bildungsminister.

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Mit dem neuen Modell will das Schengen-Lyzeum die Stärken zweier Bildungssysteme verbinden. Schülerinnen und Schüler profitieren von einem deutsch-luxemburgischen Ansatz, der Mehrsprachigkeit, interkulturelle Kompetenz und modernes Lernen fördert – und damit Perspektiven für Studium und Beruf weit über die Grenzen hinaus eröffnet.

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