Robin Egelhof (in schwarz Nummer 28) wirft ab und trifft für den TV Homburg, der bei der TSG Haßloch unglücklich das Kellerduell mit 29:30 in letzter Sekunde verlor. Foto: Markus Hagen
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Eine unglückliche und bittere 29:30 (13:16)-Niederlage musste Aufsteiger TV Homburg am Samstagabend im Kellerduell der 3. Handball-Bundesliga Süd/West beim Schlusslicht TSG Haßloch hinnehmen. 20 Sekunden vor Spielende hatte der TVH beim Stand von 29:29 den Ball und die große Chance, das Spiel für sich zu entscheiden. Doch ein Fehlpass im Spielaufbau brachte Haßloch in Ballbesitz – und Niklas Glindemann nutzte den Tempogegenstoß sieben Sekunden vor der Schlusssirene zum Siegtreffer.

Fassungslos und teils mit Tränen in den Augen standen die Homburger Spieler nach dem Abpfiff auf dem Feld. „So ein ärgerlicher Fehler, der so bitter bestraft wurde. Wir haben Lehrgeld gezahlt“, sagte TVH-Trainer Pedro Vieira sichtlich enttäuscht. Dabei hatte seine Mannschaft Moral gezeigt: Nach einem 17:21-Rückstand (40.) drehte der TV Homburg mit einem furiosen 8:1-Lauf die Partie und führte in der 51. Minute mit 25:22 – um sie am Ende doch noch aus der Hand zu geben.

Vor 360 Zuschauern im TSG-Sportzentrum entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Keine Mannschaft konnte sich mit mehr als einem Tor absetzen. Nach starken Paraden von Torhüter Patrick Schulz zog der TVH durch Robin Egelhof in der 10. Minute erstmals auf drei Tore davon (10:7). Doch der Vorsprung hielt nicht lange: Haßloch glich durch einen Siebenmeter von Patrick Buschsieber (17.) zum 10:10 aus und ging nach einem 6:0-Lauf durch Niklas Glindemann sogar mit 13:10 in Führung. Die Homburger fanden gegen die offensive 4:2-Abwehr des Gastgebers keine Lösungen und lagen zur Pause mit 13:16 zurück.

Nach der Halbzeit kämpfte sich der TVH zunächst wieder heran (18:17, 37.), fiel dann aber erneut zurück und lag nach 40 Minuten 17:21 hinten. Dann begann die stärkste Phase der Homburger: In Abwehr und Angriff lief plötzlich alles zusammen. Torhüter Schulz glänzte, Jan Philipp Valda (neun Treffer), Robin Egelhof und Jan Ole Schimmel (jeweils fünf Tore) trafen fast nach Belieben. Mit einem 8:1-Lauf drehte der TVH die Partie zur 25:22-Führung.

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Doch in der Schlussphase kippte das Spiel erneut. Vier Minuten vor dem Ende stand es 28:28. Gleich drei Gegentore kassierte Homburg ins leere Tor, weil Trainer Vieira in der Schlussphase auf sieben Feldspieler setzte und den Keeper herausnahm. Unter den mitgereisten Homburger Fans sorgte diese taktische Maßnahme für Diskussionen. 20 Sekunden vor dem Ende unterlief dann der folgenschwere Ballverlust – und Haßloch entschied die Partie.

„In der ersten Halbzeit haben wir uns zu viele Fehler erlaubt“, so Vieira. „Die zweite Halbzeit war viel besser, und nach unserem tollen Zwischenspurt wäre ein Sieg verdient gewesen. Aber dann leisteten wir uns wieder Fehler, und Haßloch kam zurück. Trotz großen Kampfes und toller Moral stehen wir mit leeren Händen da – das hat sich die Mannschaft nicht verdient.“ Solche Fehler dürfe man sich in der 3. Liga nicht leisten. „Ich hoffe, dass wir daraus lernen, sonst wird es eine schwere Saison.“

Die nächste Chance auf den ersten Saisonsieg hat der TV Homburg schon am kommenden Samstag, wenn er beim TuS Opladen antritt. Der Gegner steht mit 2:6 Punkten nur knapp vor dem nun tabellenvorletzten TVH.

TSG Haßloch – TV Homburg 30:29 (16:13)

TV Homburg: Tor: Patrick Schulz, Fabian Schommer – Feld: Jan Philipp Valda 9, Robin Egelhof 5, Jan-Ole Schimmel 5, Ante Grbavac 3, Jose Resende 3/3, Konrad Wagner 1, Elvaldo Almeida 1, Jose Baptista 1, Robin von Lauppert 1, Leif Schäfer, Peter Gohl, Andreas Schneider, Nicla Ludolph, Marcel Szöllösi.

Zeitstrafen: 2/5

Siebenmeter: 3/4

Zuschauer: 360

Schiedsrichter: Zeki Kaplan/Benjamin Scheid

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