Enttäuschend, wie seine Kollegen im Offensivspiel für den TV Homburg: Jan Philipp Valda, der mit vier Treffen weit unter seinen Möglichkeiten blieb. Foto: Markus Hagen
Anzeige

Auch das zweite Heimspiel der Saison verlor der TV Homburg. Der Aufsteiger aus dem Saarland unterlag am Samstagabend vor 200 Zuschauern in der Robert-Bosch-Schulsporthalle dem HLZ Friesenheim-Hochdorf II mit 25:29 (13:14). Entscheidend für die Niederlage war das schwache Auftreten nach der Pause: Viele Fehlwürfe, technische Fehler und ein Bruch im Spiel sorgten dafür, dass das Team von Trainer Pedro Viera zwischen der 31. und 49. Minute kaum noch Akzente setzte. Die Gäste mit ihrem überragenden Zehn-Tore-Schützen Frederik Zepp nutzten diese Phase konsequent und zogen bis zur 49. Minute auf 27:18 davon.

So analysierte es auch Homburgs Trainer: „Wir haben nach der Halbzeit einfach schwach gespielt, keine Einstellung zum Spiel und Gegner gefunden, viel zu viele Gegentore kassiert und dadurch verloren.“ Schon mit dem Auftritt seiner Mannschaft in den ersten 30 Minuten war der Portugiese nicht völlig zufrieden. „Im Angriff haben wir zu viele Chancen liegengelassen. Immerhin stand die Abwehr ordentlich, und zur zweiten Halbzeit war noch alles möglich – wenn wir nicht diese schwachen 15 Minuten gehabt hätten.“

Auch Robin Egelhof, der mit nur zwei Treffern unter seinen Möglichkeiten blieb, sah die entscheidende Phase in der zweiten Hälfte. „Solche Phasen hatten wir auch schon in der Regionalliga, aber da konnte der Gegner nicht entscheidend wegziehen. In der Dritten Liga wird das sofort bestraft. Solche Spiele sind dann nicht mehr zu drehen.“

Beide Teams begannen vor 200 Zuschauern nervös. Erst nach sieben Minuten stand es 2:2. Danach wechselte die Führung mehrfach mit jeweils einem Tor Vorsprung. Jose Resende markierte in der 15. Minute per Siebenmeter den 8:8-Ausgleich. Fünf Minuten später brachte Zepp mit seinem zweiten Treffer in Folge die Gäste erstmals mit zwei Toren in Front (10:8). Ante Grbavac verkürzte zwar, doch Friesenheim-Hochdorf blieb knapp vorn. Kurz vor der Pause vergaben die Gäste die Chance, sich deutlicher abzusetzen – und Grbavac verkürzte zwei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff auf 13:14.

Anzeige

Nach dem Ausgleich durch Evaldo Almeida zum 14:14 hofften die Zuschauer in der Boschhalle auf eine Wende. Doch stattdessen brach das Homburger Spiel ein. In der 36. Minute führte das HLZ bereits mit 19:16, bis zur 49. Minute war der Rückstand beim 18:27 fast uneinholbar. Erst in der Schlussphase, als die Gäste angesichts der klaren Führung nachließen, konnte Homburg den Abstand mit Toren von Grbavac, Valda und Schimmel noch einmal auf 25:29 verkürzen.

Auffällig war das insgesamt wenig konsequente Abwehrverhalten beider Mannschaften. So gab es in der gesamten Partie nur eine einzige Zwei-Minuten-Strafe – gegen Homburgs Jan Philipp Valda.

Am kommenden Samstag steht für den TV Homburg das Auswärtsspiel bei der TSG Haßloch an. Dort trifft man ab 19.30 Uhr auf den Tabellenletzten, der bislang noch punktlos ist. Für die „Honigdachse“ geht es darum, die Fehler aus dem Heimspiel abzustellen und an die Leistung beim 30:30 gegen Interaktiv Düsseldorf-Ratingen anzuknüpfen. Gelingt dies, ist der erste Saisonsieg möglich.

TV Homburg – HLZ Friesenheim/Hochdorf II 25:29 (13:14)
TV Homburg: Tor: Patrick Schulz, Fabian Schommer – Feld: Ante Grbavac 7, Jan Philipp Valda 4, Jose Baptista 3, Jan Ole Schimmel 3, Evaldo Almeida 3/1, Robin Egelhof 2, Jose Resende 2/1, Robin von Lauppert, Andreas Schneider, Niclas Ludolph, Konrad Wagner, Marcel Szöllösi.
Zeitstrafen: 1/0
Siebenmeter: 3/2
Zuschauer: 218
Schiedsrichter: Janica Büschgens / Kimberley Büschgens

Anzeige