Foto: Hubert Roeder

Zwischen Gräben, Schließen und Wehranlagen verbirgt sich im Bliestal ein fast vergessenes Stück Technikgeschichte. In Niederbexbach führt eine Wanderung mitten hinein in eine Kulturlandschaft, die über zwei Jahrhunderte lang das Gesicht der Region mitgeprägt hat – und deren Erhalt heute in den Fokus rückt.

Der Heimatkundeverein Bexbach lädt am Samstag, 16. August, zu einer wässereigeschichtlichen Themenwanderung ein. Unter der Leitung von Hubert Roeder erfahren die Teilnehmenden, welche Rolle die gezielte Wiesenbewässerung im Tal der Blies einst spielte, wie das komplexe System aus Gräben, Schließen und Wehren funktionierte – und warum es europaweit Bestrebungen gibt, diese Form der Kultivierung als UNESCO-Weltkulturerbe anzuerkennen.

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Die rund zehn Kilometer lange Wanderung bietet nicht nur Einblicke in historische Wasserbautechnik, sondern verknüpft auch archäologische, naturkundliche und geologische Aspekte miteinander. Die Blies als Fließgewässer steht dabei ebenso im Fokus wie die kulturhistorische Bedeutung des Tals, das über 230 Jahre lang durch künstliche Bewässerung geprägt wurde.

Treffpunkt ist um 14 Uhr auf dem Dorfplatz in Niederbexbach. Festes Schuhwerk wird empfohlen, ebenso ausreichend Getränke – insbesondere bei sommerlicher Witterung.

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Entstanden ist die Idee zur Wanderung im Rahmen des Dorfentwicklungsplans. Eine engagierte Arbeitsgruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, die letzten noch erhaltenen Anlagen sichtbar zu machen und Voraussetzungen für ihren dauerhaften Schutz zu schaffen. Ziel ist es, das Wissen um die jahrhundertealte Technik nicht nur zu bewahren, sondern auch wieder in den Alltag der Region zu integrieren – sei es als Bildungsweg, touristisches Angebot oder kulturelles Erbe.