Foto: MIBS/F. Roggenland

Mehr als 6,4 Millionen Euro fließen in diesem Jahr vom Land an den Landessportverband für das Saarland – der Löwenanteil davon in ein Projekt, das Denkmalschutz und Klimaschutz unter einem Dach vereinen soll. Allein 5.303.244,31 Euro aus dem Transformationsfonds gehen an die energetische Sanierung des Bogenhalle-Ensembles am Sportcampus Saar. Hinzu kommen Zuwendungen in Höhe von 1.127.331,82 Euro für 15 weitere Projekte und Initiativen des LSVS. Das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport übergab die entsprechenden Bewilligungsbescheide.

Das Bogenhalle-Ensemble steht unter Denkmalschutz und besteht aus der eigentlichen Sporthalle, einer Eingangshalle sowie der Turnhalle mit Anbau. Die historischen Gebäude sollen so modernisiert werden, dass ihr architektonischer Charakter erhalten bleibt, sie aber energetisch auf den Stand der Zeit gebracht werden. Konkret bedeutet das: Sämtliche Fenster- und Fassadenelemente werden durch energetisch optimierte Konstruktionen ersetzt, die Dächer erhalten eine neue Dämmung, und die Außentüren werden erneuert. Auch die gesamte Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik wird von Grund auf überholt, ergänzt durch eine verbesserte Außenwanddämmung und außenliegenden Sonnenschutz. Die Gesamtkosten für diese umfassende Maßnahme beziffert das Ministerium auf rund 7,96 Millionen Euro. Nach Eingang des Bewilligungsbescheids will der LSVS die Planungsleistungen ausschreiben, der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen.

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Sportminister Reinhold Jost ordnete das Förderpaket mit deutlichen Worten ein: „Wir legen größten Wert darauf, den Sport im Saarland nicht nur zu begleiten, sondern aktiv zu unterstützen und damit voranzubringen – und wir liefern!“ Mit dem übergebenen Paket setze man ein starkes Zeichen für moderne Infrastruktur, nachhaltiges Bauen und optimale Bedingungen im Leistungs- wie Breitensport. „Kein anderes Bundesland investiert so konsequent, so intensiv und so verlässlich in seinen Sport“, betonte Jost. Das sei ein klares Bekenntnis zum Sportland Saarland und der Beweis, dass die Landesregierung zu ihrem Wort stehe.

Jenseits der Großinvestition in die Bogenhalle deckt die zweite Fördersäule ein breites Spektrum ab. Das Geld fließt unter anderem in die Förderung von Nachwuchskadern, in Trainerausbildung im Spitzensport Badminton, in das Kompetenzzentrum Ehrenamt und in das Haus der Athleten. Auch Inklusionsprojekte werden bedacht, ebenso das Programm „Integration durch Sport“ und die Ko-Finanzierung des Vorhabens „Vielfalt.Vereint.Saarsport“. Darüber hinaus unterstützt das Land das Projekt „Gemeinsam gewinnt: Talente suchen, finden, fördern – Kindern und Jugendlichen das Sporttreiben ermöglichen“ sowie die Aktion-Mensch-Initiative „Einmal Sport – aber mit allem!“. Auch der Hermann-Neuberger-Preis, der Ehrenamtspreis, eine Stelle als Jugendbildungsreferent bei der Saarländischen Sportjugend, das Sportinternat samt Freiwilliger Ganztagsschule, GEMA-Kosten und Fernwärmekosten sind Teil des Pakets.

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Johannes Kopkow, im LSVS-Vorstand zuständig für Sport und Vermarktung, sprach von einem bedeutenden Schritt für den organisierten Sport im Saarland. „Die große Anzahl an Projekten und Initiativen im Breiten- sowie Leistungssport können zum Wohle des saarländischen Sports weitergeführt werden“, sagte Kopkow. Die Förderung der energetischen Sanierung des Bogenhallen-Ensembles nannte er einen „ganz besonderen Meilenstein“. Er dankte Sportminister Jost und dem Ministerium für das erneut unter Beweis gestellte Engagement und die verlässliche Partnerschaft mit dem Verband. „Dieser wichtige Beitrag stärkt den Sport als gesellschaftliche Kraft und ist ein klares Zeichen für seine hohe Bedeutung in unserer Region.“

Mit der Kombination aus energetischer Gebäudesanierung und gezielter Projektförderung verfolgt das Land eine doppelte Strategie: Einerseits soll die Sportinfrastruktur klimafreundlicher werden und damit einen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen leisten. Andererseits investiert die Landesregierung bewusst in die Menschen hinter dem Sport – von jungen Talenten über Trainerinnen und Trainer bis hin zu den vielen Ehrenamtlichen, die den Vereinssport am Laufen halten. Die Botschaft aus dem Ministerium ist unmissverständlich: Das Saarland will seinen Ruf als engagiertes Sportland nicht nur verteidigen, sondern weiter ausbauen.

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