Die Gemeinde Mandelbachtal erhält 637.000 Euro aus einem Bundesprogramm, um den Sportplatz in Erfweiler-Ehlingen grundlegend zu sanieren. Der Tennenplatz und die Flutlichtanlage sollen erneuert werden – finanziert aus der sogenannten Sportmilliarde des Bundes, mit der über vier Jahre hinweg kommunale Sportstätten in ganz Deutschland modernisiert werden.

Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises 299, Esra Limbacher, hatte die Förderung aktiv begleitet. „Ich freue mich sehr für die Gemeinde und die Sportler in Erfweiler-Ehlingen, die jetzt ihren Platz rundum erneuern können“, erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und Generalsekretär der Saar-SPD. Funktionstüchtige Sportanlagen seien nicht nur für die Gesundheit bedeutsam, sondern stärkten auch das Gemeinschaftsgefühl und eröffneten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, Talente zu entdecken und soziale Kompetenzen zu entwickeln. Bereits beim Neujahrsempfang von Ortsvorsteher Rainer Grün im Januar hatte Limbacher seine Unterstützung zugesagt.

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Dass die Förderzusage überhaupt zustande kam, ist auch dem Engagement vor Ort zu verdanken. Ein kleines Team aus dem Vorstand des FC Erfweiler-Ehlingen, dem Vorsitzenden des Dorfvereins und dem Ortsrat hatte sich intensiv mit dem bundesweiten Förderprogramm auseinandergesetzt, Argumente zusammengetragen und die Bewerbung eingereicht. Ortsvorsteher Rainer Grün betonte, die Erfolgsaussichten seien im Vorfeld als gering eingeschätzt worden. Aufgegeben habe das Team dennoch nicht – nach dem Motto: „Wer es nicht versucht, weiß nicht, ob es funktioniert.“ Der Erfolg spiegele wider, was die Dorfgemeinschaft ausmache: „Authentisch, innovativ, gemeinsam über Grenzen hinaus.“

Mandelbachtal ist eines von sechs saarländischen Projekten, die in der aktuellen Runde des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ berücksichtigt wurden. Die höchste Einzelförderung im Land geht mit rund 4,1 Millionen Euro nach Püttlingen für die Sanierung des Sport- und Freizeitzentrums Trimmtreff-Viktoria. Saarlouis erhält 675.000 Euro für ein Multifunktionsgebäude im Sportzentrum Fraulautern, Perl bekommt 467.250 Euro für die Sanierung des Schützenhauses. In Eppelborn fließen 318.736 Euro in den Kunstrasenplatz Wiesbach, und Nonnweiler erhält 251.250 Euro für die Erneuerung des Kunstrasenbelags am Sportplatz Primstal.

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Limbacher richtete den Blick bereits nach vorn: „Der Bedarf ist riesig!“ Drei weitere Förderrunden stünden noch bevor, die nächste im Herbst 2026. Kommunen, die in dieser Runde leer ausgegangen seien, müssten sich nicht komplett neu bewerben. Erstmals gebe es ein vereinfachtes Verfahren: Eine formlose Erklärung unter Angabe der Skizzen-ID, des Kommunennamens und des Projekttitels genüge. Darüber hinaus verwies der Abgeordnete auf das ergänzende Schwimmbadprogramm, für das zusätzlich 250 Millionen Euro bereitstehen. Kommunen können ihre Schwimm- und Freibäder noch bis zum 19. Juni 2026 dafür anmelden – allerdings wird nur ein einziges Mal ausgeschrieben. „Jetzt gilt es, weitere Hallen und vor allem Schwimmbäder im Wahlkreis ebenfalls zu unterstützen“, so Limbacher.

Das Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten richtet sich gezielt an den Breitensport und ist Teil eines milliardenschweren Investitionspakets, das Sportinfrastruktur in der gesamten Bundesrepublik auf einen zeitgemäßen Stand bringen soll. Für Erfweiler-Ehlingen bedeutet die Zusage, dass der in die Jahre gekommene Sportplatz bald wieder den Anforderungen eines modernen Vereins- und Freizeitsports gerecht werden kann – ein Ergebnis, das ohne den hartnäckigen Einsatz der Dorfgemeinschaft kaum denkbar gewesen wäre.

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