Foto: Gabi Strobel
Anzeige

Gewalt gegen Frauen bleibt ein drückendes gesellschaftliches Problem – der Solilauf in St. Ingbert nimmt sich in diesem Jahr genau dieses Themas an. Das Organisationsteam hat entschieden, den gesamten Erlös des 21. Solidaritätslaufs an die saarländische Einrichtung „Beratung Interkulturell“ zu spenden. Die Beratungsstelle unterstützt Frauen, die Gewalt erfahren haben, mit vertraulicher Hilfe, Orientierung und konkreter Begleitung – unabhängig von Herkunft, Aufenthaltsstatus oder Sprache.

Unter dem Motto „Frauen eine Perspektive geben – wir laufen für Schutz und Würde“ verwandelt sich die Gustav-Clauss-Anlage am 5. und 6. September 2026 erneut in eine Laufstrecke mit Botschaft. Von Samstag, 15 Uhr, bis Sonntag, 15 Uhr, können Menschen jeden Alters laufend oder walkend Runden drehen. Jede einzelne davon bringt Spendengelder ein, die dazu beitragen sollen, Beratungsangebote zu sichern und betroffenen Frauen neue Wege zu eröffnen.

Anzeige

Seit mehr als zwei Jahrzehnten steht der Solilauf für gelebte Solidarität in der Region. Was 2005 begann, hat sich längst zu einer festen Größe im St. Ingberter Veranstaltungskalender entwickelt. Veranstalter ist die Pfarrei Heiliger Ingobertus, die den 24-Stunden-Lauf gemeinsam mit zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern auf die Beine stellt. Jahr für Jahr wählt das Team ein neues Spendenprojekt, das den Fokus auf ein konkretes gesellschaftliches Anliegen lenkt.

Was den Solilauf von einem gewöhnlichen Benefizlauf unterscheidet, ist die besondere Mischung aus sportlichem Engagement und gemeinschaftlichem Miteinander. Rund um die Uhr spielen Bands verschiedener Stilrichtungen, kulinarische Angebote laden zum Verweilen ein, und viele Teilnehmende verbringen die gesamte Nacht auf dem Gelände. So entsteht eine Atmosphäre, die weit über den reinen Laufgedanken hinausgeht – ein Fest, bei dem Begegnung und Zusammenhalt im Mittelpunkt stehen.

Anzeige
Anzeige

Mit der Wahl des diesjährigen Spendenprojekts setzt das Organisationsteam ein klares Signal. Gewalt gegen Frauen betrifft alle Teile der Gesellschaft, und Einrichtungen wie „Beratung Interkulturell“ leisten unverzichtbare Arbeit, die auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist. Wer am ersten Septemberwochenende in der Gustav-Clauss-Anlage seine Runden dreht, tut also nicht nur etwas für die eigene Fitness, sondern trägt ganz direkt dazu bei, dass betroffene Frauen Schutz und Perspektive finden. Weitere Informationen zum Solilauf gibt es unter www.solilauf.org

💬 Was meinst du dazu?Dein Kommentar
(Visited 29 times, 1 visits today)
Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein