Zum Start in das zweite Schulhalbjahr bekommt das Saarland personelle Verstärkung: Zum 1. Februar treten 157 angehende Lehrkräfte ihren Vorbereitungsdienst an und machen damit den nächsten Schritt in Richtung Klassenzimmer. Die Einstellungsurkunden für die zweite Phase der Lehrerausbildung beziehungsweise für den Quereinstieg ins Lehramt wurden ihnen am Mittwoch, 28. Januar 2026, von Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot überreicht.
Die Ministerin betonte bei der Übergabe die Bedeutung des Berufs und der neuen Kräfte für das saarländische Schulsystem. „Wenn wir an unsere Schulen denken, denken wir an Orte voller Energie, Neugier und Möglichkeiten – Orte, an denen jeden Tag Zukunft gestaltet wird. Starke Schülerinnen und Schüler brauchen starke Lehrkräfte. Mit der Entscheidung, diesen Weg zu gehen, haben sich 157 engagierte Menschen für eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft entschieden – und für den schönsten Beruf der Welt. Sie begleiten junge Menschen, fördern ihre Talente, geben ihnen Mut und Vertrauen, und bereiten sie auf eine Zukunft vor, die wir alle mitgestalten wollen“, sagte Streichert-Clivot.
Von den insgesamt 157 neu eingestellten Lehrkräften haben 136 ein Lehramtsstudium abgeschlossen und beginnen nun den regulären Vorbereitungsdienst. Zum 1. Februar starten 44 Referendarinnen und Referendare an Grundschulen, 69 an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien, 14 an Förderschulen und 9 an Beruflichen Schulen. Damit verteilen sich die neuen Lehramtsanwärterinnen und -anwärter auf alle Schulformen im Land.
Parallel dazu setzt das Bildungsministerium weiter auf den Quereinstieg, um zusätzliche Fachkräfte für die Schulen zu gewinnen. Insgesamt 21 Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger beginnen ebenfalls am 1. Februar ihren Dienst an saarländischen Schulen. Sie gehen an 7 Berufliche Schulen, 9 Gemeinschaftsschulen und 5 Gymnasien. Inhaltlich decken sie vor allem Fächer ab, in denen der Bedarf besonders hoch ist: Bildende Kunst, Musik, Mathematik, Physik, Chemie und Informatik.
Streichert-Clivot hob den Beitrag dieser Gruppe ausdrücklich hervor: „Besonders wertvoll ist, dass wir immer mehr motivierte Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger gewinnen, die frische Ideen und neue Erfahrungen in unsere Schulen bringen. Dafür danke ich ihnen von Herzen. Wir werden sie auf dem Weg in die pädagogische Praxis mit ganzer Kraft unterstützen – damit sie jeden Tag das Beste für unsere Schülerinnen und Schüler erreichen können.“
Im Vergleich zum Einstellungstermin im vergangenen Sommer zeigt sich ein leichter, aber kontinuierlicher Anstieg: Damals wurden 152 Personen eingestellt, nun sind es 157. Für die Ministerin ist das ein positives Signal. „Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, die zeigt, dass sich junge Menschen bewusst und gerne für den Lehrerberuf entscheiden – gerade in einer Zeit, in der aktuelle Studien die Bedeutung fundierter Unterrichtsarbeit und guter pädagogischer Begleitung wieder deutlich vor Augen führen“, erklärte Streichert-Clivot.
Zugleich verweist sie auf die fachliche Breite, die mit den Neueinstellungen abgedeckt werden kann. „Dass wir nicht nur die musischen Bedarfsfächer, sondern zunehmend auch die MINT‑Fächer personell stärken können, verdeutlicht, dass die gezielte Öffnung des Vorbereitungsdienstes für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger ein richtiger und wichtiger Schritt bei der Gewinnung von Lehrkräften war“, sagte die Ministerin abschließend. Mit dem neuen Jahrgang an Referendarinnen, Referendaren und Quereinsteigern will das Land die Unterrichtsversorgung stabilisieren und an den Schulen für mehr Planungssicherheit sorgen.























