111. Kerb in Beeden, mit Straußbuwe unn Straußmääde bei der Aufstellung vor dem Umzug durch den Ort. Foto: Friedel Simon
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In den letzten Wochen konnten wir Euch über einige Kerwe in den verschiedenen Homburger Stadtteilen, mit ihren kleinen oder größeren Programmen berichten. Am letzten Wochenende stand die Kerb im Homburger Stadtteil Beeden an. Diese sollte eine ganz besondere werden, denn es war die 111. Kerwe, die in Beeden von Freitag, den 22. bis Dienstag, den 26. September ausgiebig gefeiert wurde. Ihren Abschluss fand die Kerwe dann am Mittwochabend mit dem Heringsessen im Sportheim des SV Beeden.

Mit jeder Menge junger Leute und viel Musik wird die jährliche Kerwetradition mit „Straußbuwe unn Straußmääde“ in Beeden immer wieder aufs Neue hochgehalten. Und so feierten bei wunderschönem Spätsommerwetter die Straußbuwe und Määde mit der Beeder Bevölkerung vier Tage die diesjährige Kerb. Der Kerwe-Reigen fand in der Sporthalle und im Sportheim, im Biergarten und an den Kirmesbuden statt. Für die kleinen Besucher standen ein Karussell mit Fliegern, sowie eine große Rutsche in der Nähe vom „Kerweplatz“ bereit.

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Schon am Freitag startete die Kerb mit „Dedi B. and Friends“ in der Sporthalle mit einer klasse Jamsession. Mit ihrer Livemusik unterhielten die Musikerinnen und Musikern die Besucher und spielten wieder einmal für ein Projekt. Unterhielten Dedi B. and Friends an der Kerwe 2022 die Besucher zugunsten eines erkrankten Mädchens, so ging es dieses Mal um die Unterstützung zur Reaktivierung der Homburger Waldbühne als Veranstaltungsort für Musiker und Künstler. Den Samstag begann die Straußjugend und die Kerwegäste gemütlich und ab dem Nachmittag sportlich. Denn zum „Kerwe-Fußball-Spiel“ trafen sich Straußmääde und Straußbuwe sowie die Frauenfußballmannschaft und Betreuer der 1. FFG Homburg zu ihrem Fußballspiel, das 6:2 zugunsten der Straußbuwe endete. Im weiteren Verlauf unterhielt die „NoName Boba Band“ die zahlreichen Kerwegäste in Beeden in der Sporthalle. Neben guter musikalischer Unterhaltung gab es aus der Sportheim-Küche über die Kerwetage natürlich auch gutes zu Essen: belegte Brötchen, Gefillde oder Knödel, Grillschinken und Weiswürstl und eingelegte Heringe gaben eine deftige Grundlage für die feucht-fröhlichen Feierlichkeiten.

Der Kerwesonntag begann mit dem „Musikverein Harmonie Schiffweiler“, der zum Frühschoppen und beim Aufstellen des Umzuges aufspielte. Als dann alle Gruppen und Teilnehmer ihren Platz im Umzug gefunden hatten, setzte sich die lustige Truppe in Bewegung. Voran fuhren die Polizei zur Sicherheit des Zuges. Den Anfang des Zuges machten die Traktorfreunde, mit ihren neueren und auch schon etwas älteren Gefährten, gefolgt von der weithin hörbaren und munter aufspielenden „Guggemusik Nodepirade“ und natürlich dem großen Tross an Straußbuwe und Määde. Der Zug machte einige Schleifen durch die Straßen und unterwegs öffneten viele Familien und Freunde der Kerwe ihre Kühlschränke, und stellten vielerorts Würste, Essen und Getränke auf die Treppe oder an die Haustür, damit sich die Straußjugend stärken konnte. Markus Klingel, ehemaliger Kerwepfarrer, erklärte: „Unsere Jubiläumskirmes haben die Straußbuwe zusammen mit den Straußmääde und den „alten Kerwe Pfarrern“ aus den verschiedenen Generationen geplant und organisiert und ging schon in diesem Frühjahr los.”

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Auch die „Verpflegungsstation“ am „Kerwehaus“ während des Umzuges war geplant. Dort hatten mehrere Beeder Frauen für die Straußjugend gebacken und die fleißigen Helferinnen und Freundinnen der Beeder Kerb hatten Tische aufgebaut, brachten Getränke und ihr selbstgebackenes an die Blieskastel-Ecke Felsenbrunnenstraße, zur Stärkung der Straußjugend. Markus meinte weiter, dass die Kerb 2023 “wieder mit Kerweplatz, mit dem tollen Wetter, dem Umzug, der Kerweredd, sowie dem großartigen Besuch aller Generationen, den begeisterten Musikern und der immer gut gelaunten Beeder Straußjugend in die Geschichte eingeht“!

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Zur großen Bildergalerie der 111. Beeder Kerb

Gut gestärkt machte sich der fröhlich singende Tross auf in Richtung Sportheim, wo zum Jubiläum sieben Kerwepfarrer die Kerweredd 2023 von der Leiter unterm Kerwestrauß, an die wartenden Gemeinde richteten. Die alten Kerwepfarrer Lottchen Lambert, Benedict Wyrwol, Markus Klingel, Markus Meininger, Heinz Sattler und Andreas Keller sowie der neue und aktuelle Kerwepfarrer Kevin Keller hatten einiges über das Dorfgeschehen zu berichten. Rückblickend ging es um die lange 111-jährige Tradition in Beeden – das übrigens im Jahr 1212 gegründet wurde – die Kerb zu feiern. Die gut informierten Kerwepfarrer berichteten über das Aussterben der Kneipen und Geschäfte in den kleinen Orten. Über die Werbung fürs Biotop, allerdings mit einer schlechten Wegbeschreibung und natürlich das ganz große Thema, die Beschwerden einer Anwohnerin, die es per Gericht schaffte, dass die Musikreihe „Live am Biotop“, mit vielen hundert Besuchern wöchentlich, für dieses Jahr eingestellt werden musste. Lob gab es von Markus Klingel für den neuen und zukünftigen Kerwepfarrer Kevin Keller für seinen Auftritt: “Er hat seine Feuertaufe bei der Kerweredd bestanden und hat seine Sache, genau wie die ehemaligen Kerwepfarrer richtig gut gemacht!”

Sogar das Spielen der Kinder in der Pause im Schulhof der Beeder Grundschule möchte diese Anwohnerin verbieten, es sei ihr zu laut, wussten die Kerwepfarrer zu berichten. Nachdem jeder Kerwepfarrer seinen Teil zur Kerweredd gegeben hatte, taufte man nach alter Tradition den Kerwestrauß, um anschließend mit allen Besuchern und Gästen die Beeder Kerb 2023 zu feiern. Für beste musikalische Unterhaltung sorgte Alleinunterhalter Harald Keller mit seiner Keyboard.

Der Kerwemontag begann dann mit einem zünftigen Frühschoppen im Biergarten des SV Beeden und wieder mit Unterhaltungs- und Kerwemusik durch Harald Keller. Am Montag zog die Straußjugend zudem durch Beeden und bat höflich um Spenden und sammelte alles, was sie bekamen. Den Dienstag nutzen alle Kerweleute und Straußjugend zu einem Besuch im Hasenheim in Beeden und machten auch dort nochmals richtig Stimmung. Zum Abschluss der Beeder Kerb gab es wie jedes Jahr wieder ein gemeinsames Heringsessen im Sportheim, wo die Straußbuwe und Määde die Kerb 2023 begruben – auf das sie auch in 2024 wieder hochlebe!

 

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