Was ein toller Anlass, was ein tolles Schulfest! Am Samstag hat das Christian-von-Mannlich-Gymnasium in Homburg sein 150-jähriges Bestehen gefeiert – mit einem überaus bunten Schulfest, einer Zeitreise durch die Schulgeschichte und einem großen Ehemaligentreffen am Nachmittag. Schon am Vormittag füllten sich Hof und Flure des Gymnasiums. Ausstellungen und Bildwände erzählten von den Anfängen 1875 bis zur Gegenwart.
„Wir haben versucht, alles auf die 150 Jahre abzustimmen“, sagte Schulleiter Dirk Kleemann im Gespräch. „Wir wollten eine Chronologie zeigen, eine Zeitreise – und dafür haben wir monatelang in Archiven recherchiert, Bilder gescannt und aufbereitet.“ Bereits zu Beginn des vergangenen Schuljahres wurden drei Arbeitsgruppen gebildet – Festakt, Schulfest und Festschrift –, zunächst mit Ideen aus dem Kollegium, später mit starker Beteiligung der Schülerschaft. Unter Anleitung der Lehrkräfte wurden Stellwände gestaltet und Materialien kuratiert.
Kleemann machte klar, wie viel Vorbereitung hinter dem Tag steckt: „Ein Schulfest ist immer viel Arbeit – bei 150 Jahren ist der Aufwand natürlich größer. Man macht das alle 25 Jahre, dann soll es auch vernünftig sein.“

Auf dem Gelände erwartete die Gäste an diesem schönen Herbsttag ein familienfreundliches Programm mit Stationen, Bühnenbeiträgen und kulinarischen Ständen. Serviert wurden Kuchen, Crêpes, Waffeln, diverse Salate, Grillgut, Flammkuchen, eine Candybar und Getränke – bestens geeignet, zwischen Ausstellungen und Begegnungen zu verweilen.
Für Kleemann war das Jubiläum auch persönlich bedeutsam: Er war hier Schüler und absolvierte sein Referendariat am Haus. „Die Schule lebt vom Miteinander“, sagte er. Man sei heterogen und kulturell vielfältig – „und genau das macht uns aus.“ Rückenwind gebe der UNESCO-Status der Schule: Werte wie Weltoffenheit und Verantwortung würden „vorgelebt und im Alltag umgesetzt“. (UNESCO-Projektschule, seit 2015.)

Wenn Kleemann auf die Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte blickt, sieht er vor allem zwei entscheidende Entwicklungen: Zum einen sei das Schulgebäude heute ein „heller, moderner Lernort auf dem neuesten Stand“. Zum anderen habe sich auch die Art des Unterrichts grundlegend gewandelt. Digitale Tafeln und Computer gehören inzwischen selbstverständlich zum Alltag. Und auch inhaltlich habe sich die Schule verändert: „Früher war es im Prinzip reines Wissen eintrichtern“, sagt Kleemann. „Heute steht die Kompetenzvermittlung viel stärker im Vordergrund.“
Am Nachmittag folgte das Ehemaligentreffen – angekündigt und begleitet über einen Verteiler, den die Schule im Vorfeld aufgebaut hat. Rund 200 Anmeldungen lagen vor; dazu kamen spontane Gäste. „Es ist ein Probelauf – vielleicht machen wir das künftig alle fünf Jahre,“ so Kleemann. Führungen gaben Einblick ins „neue Mannlich-Gymnasium“, Live-Musik sorgte für Atmosphäre.
150 Jahre Schulgeschichte lassen sich nicht in ein einziges Fest packen – und doch ist es an diesem Tag gelungen, Vergangenes und Gegenwärtiges auf besondere Weise zusammenzubringen. Zwischen alten Klassenfotos und modernen Whiteboards wurde deutlich, wie sehr sich das Mannlich-Gymnasium verändert hat – und wie stark es dabei seinen Kern bewahrt: ein Ort zu sein, an dem Lernen mehr bedeutet als Unterricht, nämlich Begegnung, Entwicklung und Zukunft.
Alle Bilder vom 150 Jahre Schulfest am Mannlich-Gymnasium in Homburg gibt es hier:
Fotos: Stephan Bonaventura























































































