Für sein mehr als drei Jahrzehnte währendes Engagement in der Hospiz- und Palliativversorgung hat Paul-Hugo Herrlein aus Oeting am Mittwoch das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Sozialminister Magnus Jung überreichte die höchste Auszeichnung, die die Bundesrepublik an Bürgerinnen und Bürger für besondere Verdienste um das Gemeinwohl vergibt, bei einer Verleihung am 11. März 2026.
„Paul-Hugo Herrlein hat sich über mehr als drei Jahrzehnte mit großer fachlicher Kompetenz, Ausdauer und menschlicher Haltung für eine würdige Begleitung am Lebensende eingesetzt“, betonte Jung bei der Zeremonie. Herrleins Wirken habe maßgeblich dazu beigetragen, tragfähige Strukturen und Netzwerke in der saarländischen Hospiz- und Palliativarbeit zu schaffen.
Der studierte Soziologe und ausgebildete Hospizfachkraft begann seinen Einsatz für sterbende Menschen und deren Angehörige bereits Mitte der 1990er Jahre. 1995 gehörte er zu den Mitbegründern des St. Jakobus Hospizes für ambulante Hospiz- und Palliativversorgung in Saarbrücken – einer Einrichtung, die sich seither zu einem festen Bestandteil der Versorgungslandschaft im Saarland entwickelt hat.
Ab 1998 übernahm Herrlein die Geschäftsführung der St. Jakobus Hospiz gGmbH und prägte in dieser Rolle über viele Jahre die Weiterentwicklung der Hospizarbeit im gesamten Bundesland. Sein Engagement beschränkte sich dabei nicht auf die operative Arbeit vor Ort. In der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Saarland brachte er sich ebenso ein wie auf Bundesebene im Deutschen Hospiz- und PalliativVerband, dessen geschäftsführendem Vorstand er seit 2020 angehört.
Mit der Verleihung des Verdienstordens würdigt die Bundesrepublik einen Mann, der die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen von einer Nischenaufgabe zu einem anerkannten Bestandteil des Gesundheits- und Sozialwesens im Saarland geformt hat. Herrleins Lebenswerk steht exemplarisch dafür, wie beharrliches ehrenamtliches und berufliches Engagement gesellschaftliche Strukturen nachhaltig verändern kann.


















