Foto: IG Metall Homburg Saarpfalz

Mit einer kraftvollen Geste haben mehr als 180 Beschäftigte des Drahtseilwerks Wireco-Casar in dieser Woche bei einer Betriebsversammlung in Limbach ihren Protest gegen den geplanten Stellenabbau zum Ausdruck gebracht. Die rote Karte, die sie geschlossen der Geschäftsführung zeigten, war ein unübersehbares Signal: So nicht.

Bereits im April hatte der Konzern angekündigt, rund 40 Prozent der Arbeitsplätze am Standort zu streichen – das entspricht knapp 120 Stellen. Seitdem arbeitet der Betriebsrat mit Unterstützung von Wirtschafts- und Rechtsexperten an einer genauen Bewertung der Maßnahmen und bereitet Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan vor. Doch laut IG Metall fehlt es bisher an Dialogbereitschaft von Unternehmensseite.

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„Keine faire Verhandlung. Kein Sozialpartnerdialog. Mitbestimmung des BR oder gar Gespräche mit der IG Metall stören sie nur“, empört sich Salvatore Vicari, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Homburg-Saarpfalz. Und weiter: „Wir stehen immer bereit, wenn es darum geht, gemeinsam Lösungen zu finden, um Standorte und Arbeitsplätze zu sichern. Doch diese Geschäftsführung hat offenbar keinerlei Interesse an einem fairen Miteinander. Hier geht es nur um knallharten Personalabbau – vorbereitet hinter verschlossenen Türen.“

Auch Betriebsratsvorsitzender Joaquin Moreno de la Cruz findet klare Worte: „Unsere Belegschaft hat heute ein starkes Zeichen gesetzt.“ Und Tobias Hennchen, Vorsitzender des Vertrauenskörpers, ergänzt: „Wir sind gesprächsbereit – aber wer nur den Rotstift kennt, muss mit Widerstand rechnen! Wir haben in den letzten Wochen eins gezeigt: Unsere Mannschaft steht – für den Erhalt unserer Arbeitsplätze!“

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Die IG Metall kündigte an, den Druck weiter zu erhöhen – für den Schutz der Beschäftigten, für soziale Verantwortung und für eine faire Perspektive am Standort in Limbach.