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Im Zuge der Sars-CoV-2-Pandemie ist der Fachkräftemangel im Gesundheitsbereich deutlich sichtbar und spürbar geworden. Ehemalige Pflegefachkräfte wurden aufgerufen, an der Gesundheitsversorgung mitzuwirken. Welche Beweggründe spielen eigentlich für die Berufsrückkehr eine Rolle?

Dieser Frage ging ein Forschungsteam um Prof. Dr. Dr. Hürrem Tezcan-Güntekin nach, die an der ASH Berlin im Bereich Interprofessionelle Handlungsansätze mit Schwerpunkt auf qualitativen Forschungsmethoden in Public Health lehrt und forscht. Hürrem Tezcan-Güntekin und ihre Kolleg_innen Ilknur Özer-Erdogdu und Julia Margarethe Schmidt haben in der qualitativ-empirischen Studie „Zurück in die Pflege“ 15 Expert_inneninterviews mit Pflegefachpersonen durchgeführt und analysiert.

Die Studie „Zurück in die Pflege: Zwischen „Sollen“, „Wollen“ und „Können“ – Berufsidentitäten von Pflegefachkräften in Krisensituationen am Beispiel der Sars-CoV-2-Pandemie“ analysiert, wie berufliche Anforderungen wahrgenommen, die berufliche Motivation sowie Kompetenzen durch die befragten Pflegefachkräfte eingeschätzt werden und welche Erkenntnisse sich daraus für Berufsidentitäten von Pflegefachkräften in Krisensituationen ableiten lassen. „In unseren Gesprächen mit den Pflegefachkräften haben wir feststellen können, dass sich Personen, die beabsichtigen in den Pflegeberuf zurückzukehren, in Zwiespälten befinden. Sie sind hin- und hergerissen zwischen Pflichtgefühl, kollegialer Hilfsbereitschaft, Fürsorge und Selbstfürsorge“, so Prof. Dr. Dr. Hürrem Tezcan-Güntekin.

Um Pflegefachkräften den Wiedereinstieg in den Pflegeberuf zu erleichtern und um eine Rückkehrentscheidung zu begünstigen bedarf es:
– transparenter Kommunikation von Zugängen und Verfügbarkeit von Schutzkleidung
– einer Verringerung von Barrieren
– wertschätzenden Umgang
– Möglichkeiten der Mitgestaltung von Arbeitsbedingungen
– Flexibilität in der Vertragsgestaltung

Eine Veröffentlichung der Studie in der Fachzeitschrift „Das Gesundheitswesen“ erfolgt in Kürze.

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