Der Weiher im Homburger Stadtpark bei Eis und Schnee. - Bild: Stephan Bonaventura

Die eisigen Temperaturen der letzten Tage führten zum Zufrieren von Seen und Weihern in unserer Region. Da auch die nächsten Tage noch Frosttemperaturen zu erwarten sind, warnt die Feuerwehr St. Ingbert vor dem Betreten von Eisflächen.

„Trotz der Minusgrade in den letzten Tagen sind viele Eisflächen zu dünn, um sie zu betreten. Es droht ein Einbruch“, warnt Florian Jung, Pressesprecher der Feuerwehr St. Ingbert.

Auch der dauerhaft im Saarland herrschende Frost der vergangenen Nächte garantiert nicht, dass die Eisdecke auf Seen, Weihern oder Flüssen tragfähig ist. Besonders Kinder werden vom glitzernden Eis angezogen und so zu unvorsichtigem Verhalten verleitet. Bricht eine Person ein, erschlaffen die Muskeln innerhalb weniger Minuten in dem rund vier Grad kalten Wasser. Der Körper erlahmt. Die eingebrochene Person kann sich nicht mehr an der Oberfläche halten und taucht unter.

Die Feuerwehr St. Ingbert gibt folgende Tipps zum Verhalten im Unglücksfall:

  • Wer einbricht, sollte versuchen, sich vorsichtig am Eis festzuhalten oder darauf zu ziehen. Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.
  • Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen: Eigensicherung beachten!
  • Wer sich zum Helfen auf die Eisfläche begibt, sollte dafür eine Unterlage (Leiter, Bretter, Zaun) verwenden, um das Gewicht zu verteilen. Die Hilfsmittel kann man der eingebrochenen Person zuschieben. Eine quer über die Einbruchstelle gelegte Unterlage oder Äste machen die Rettung leichter.
  • Gerettete Personen in warme Decken (Rettungsdecke) oder Jacken hüllen, vorsichtig erwärmen
  • Unterkühlten Personen keinen Alkohol geben, stattdessen möglichst warmen Tee reichen.
  • Im Unglücksfall direkt den Notruf 112 wählen und auf sich aufmerksam machen

 

 

 

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