Person Holding Iphone Showing Social Networks Folder
Symbolbild
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Mehr als jeder zweite Beschäftigte, der im Berufsalltag mobil erreichbar sein muss, bekommt mittlerweile ein Diensthandy gestellt. Was vor wenigen Jahren noch eher die Ausnahme war, entwickelt sich zunehmend zur Regel – und verändert nebenbei das Verhältnis zwischen beruflicher und privater Smartphone-Nutzung grundlegend.

Laut einer aktuellen repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom verfügen inzwischen 56 Prozent der Beschäftigten mit mobilem Kommunikationsbedarf über ein vom Arbeitgeber bereitgestelltes Gerät. 53 Prozent nutzen dabei ein persönliches Diensthandy, drei Prozent teilen sich eines mit Kolleginnen und Kollegen. Zum Vergleich: Noch 2023 lag der Anteil bei lediglich 46 Prozent. Damals erhielten 44 Prozent ein eigenes Gerät, zwei Prozent mussten es mit anderen teilen. Die Entwicklung zeigt einen klaren Trend hin zur arbeitgeberseitigen Ausstattung.

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Gleichzeitig geht die Nutzung privater Smartphones für berufliche Zwecke deutlich zurück. Griffen 2023 noch 36 Prozent der Befragten im Job auf ihr eigenes Gerät zurück, sind es aktuell nur noch 26 Prozent. Unternehmen scheinen also verstärkt darauf zu setzen, die Kontrolle über die eingesetzte Hardware zu behalten. „Das Diensthandy gehört für viele Beschäftigte inzwischen zur Arbeitsausstattung. Unternehmen setzen damit stärker auf eine klare Trennung von beruflicher und privater Nutzung“, ordnet Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder die Zahlen ein. Aus seiner Sicht ergibt die zentrale Bereitstellung gerade bei Smartphones Sinn, weil Firmen so Geräte einheitlich verwalten und mit Updates versorgen können.

Bemerkenswert ist, wie großzügig Arbeitgeber bei der privaten Mitnutzung agieren. 93 Prozent derjenigen, die ein Dienstgerät erhalten, dürfen es auch für persönliche Zwecke verwenden – ein Anstieg gegenüber 88 Prozent im Jahr 2023. Lediglich drei Prozent ist die private Nutzung ausdrücklich untersagt. Und die Beschäftigten nehmen das Angebot an: 88 Prozent der Berechtigten greifen tatsächlich auch privat zum Diensthandy, vor drei Jahren waren es erst 78 Prozent. Nur neun Prozent verzichten trotz Erlaubnis darauf.

Doch wo berufliche und private Kommunikation auf einem einzigen Gerät zusammenlaufen, wachsen auch die Anforderungen an klare Spielregeln. Rohleder mahnt deshalb transparente Vereinbarungen an: „Wenn ein Diensthandy auch privat genutzt werden darf, sollten Unternehmen klare und transparente Regeln festlegen, etwa zu Erreichbarkeit, Kosten, Datenschutz, IT-Sicherheit und Support.“ Es brauche verlässliche Nutzungsvereinbarungen, die für beide Seiten funktionieren.

Für die Erhebung befragte Bitkom Research zwischen der ersten und fünften Kalenderwoche 2026 insgesamt 1.006 Menschen ab 16 Jahren in Deutschland telefonisch, darunter 495 Personen, die beruflich mobil telefonieren. Die Ergebnisse sind repräsentativ und zeichnen ein Bild, das über einzelne Branchen hinausreicht: Das Diensthandy ist auf dem besten Weg, vom Privileg zum Standard zu werden – mit allen Chancen und Herausforderungen, die das für Unternehmen und ihre Belegschaften mit sich bringt.

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