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„Ein guter Tag für den Verbraucherschutz“, so die Reaktion des saarländischen Ministers für Umwelt und Verbraucherschutz, Reinhold Jost, auf die Ankündigung von Deutsche Bahn-Chef Lutz, Kostenerstattungs-Verfahren bei Zugausfällen oder -verspätungen deutlich zu vereinfachen. Bahnkunden sollen ihre Ansprüche künftig über die Bahn-App online anmelden können.

„Unsere Bemühungen für ein kundenfreundlicheres Erstattungssystem zeigen offenbar endlich Wirkung. Wir haben im Saarland in den letzten Jahren immer wieder – auch mit Unterstützung der Verbraucherzentrale Bundesverband vzbv – öffentlichen Druck aufgebaut, damit die bürokratischen Hürden für Bahn- und Fluggäste bei der Abwicklung von Ansprüchen abgebaut werden. Eine Online-Erstattung bei der Bahn ist ein erster Schritt. Mein Ziel ist aber ein automatisiertes Entschädigungsverfahren“, so Minister Jost.

Und dies sei im Grunde ganz einfach umzusetzen: „Den Unternehmen sind ja aufgrund des Buchungs- und Zahlungsvorgangs die persönlichen Daten ihrer Kunden einschließlich der Bankverbindungen bekannt. Sie könnten also bei Verspätungen und Ausfällen Ansprüche automatisch prüfen und entsprechend abgelten. Warum sollen Reisewillige zwar bequem online buchen können, aber sich bei Entschädigungsforderungen durch einen papiernen Formular-Dschungel kämpfen müssen? Das ist mit nichts zu begründen“, so der Verbraucherschutzminister. „Ich werde weiterhin für unsere gesteckten Ziele kämpfen: eine schnelle und automatisierte Rückerstattung des Reisepreises im Falle von Zug- oder Flugverspätungen bzw. –ausfällen.“

Die Forderung nach einer automatisierten Entschädigung bei Leistungsausfall ist nicht erst in Pandemiezeiten entstanden, sondern steht bereits seit Jahren auf der Agenda des saarländischen Verbraucherschutzministers. Eine Bundesrats-Initiative des Saarlandes zur Stärkung der Flug- und Fahrgastrechte fand Ende 2018 in der Länderkammer einhellige Zustimmung. Die Verbraucherschutzminister der Länder wiederholten vor gut zwei Wochen die Forderung an den Bund, sich für mehr Verbraucherschutz bei der Reisebuchung einzusetzen. Auch hier hat das Saarland einen entsprechenden Antrag eingebracht.

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