Foto: Pascal Amos Rest Quelle: ADAC e.V.
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Alle neun Sekunden klingelt beim ADAC das Pannentelefon – so häufig wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr rückten die Gelben Engel bundesweit zu rund 3,69 Millionen Einsätzen aus, ein Plus von etwa 60.000 gegenüber dem Vorjahr. Auch im Saarland blieb die Nachfrage nach schneller Hilfe am Straßenrand hoch: 57.339 Mal wurden die 26 Pannenhelfer der Straßenwacht und die Kräfte der Mobilitätspartner 2025 gerufen.

Das entspricht einem Anstieg von rund einem Prozent im Vergleich zu 2024, als noch 56.718 Einsätze gezählt wurden. Bundesweit fiel der Zuwachs mit 1,6 Prozent etwas deutlicher aus. Der absolute Spitzentag war der 29. Dezember mit 18.588 Hilfeleistungen innerhalb von 24 Stunden. Als pannenreichster Monat erwies sich der Januar 2025, in dem die Helfer 356.847 Mal ausrückten – Kälte und Frost fordern traditionell ihren Tribut.

Denn nach wie vor ist die Starterbatterie der größte Schwachpunkt: 45,4 Prozent aller Pannen gingen auf ihr Konto. Mit deutlichem Abstand folgten Defekte im Motormanagement oder Hochvoltsystem – also Probleme bei Einspritzung, Zündung oder Sensorik – mit einem Anteil von 21,8 Prozent. Dieses Muster zieht sich seit Jahren durch die Statistik und zeigt, dass viele Autofahrer den Zustand ihrer Batterie unterschätzen.

Bemerkenswert ist die Entwicklung bei Elektroautos. Mit zunehmendem Bestand und steigendem Fahrzeugalter wächst auch hier der Pannenbedarf: 50.445 Einsätze entfielen 2025 auf reine E-Autos, ein Sprung von rund 15 Prozent gegenüber den 43.678 Fällen im Vorjahr. Auch bei den Stromern war in etwa der Hälfte aller Fälle eine defekte Starterbatterie die Ursache – nicht etwa die Antriebsbatterie, wie mancher vermuten würde.

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Ebenfalls um 15 Prozent zugelegt hat die Zahl der Fahrradpannen. Bundesweit verzeichnete der ADAC 19.455 solcher Einsätze, im Saarland waren es 159. Bei fast drei Vierteln aller Fälle war ein kaputter Reifen der Grund für den Hilferuf. Der wachsende Anteil von E-Bikes und Pedelecs im Alltag dürfte diesen Trend weiter befeuern.

Ein deutlicher Wandel zeigt sich beim Weg, auf dem die Pannen gemeldet werden. Der digitale Notruf per App oder Web-App legte um 16 Prozent zu und erreichte 695.520 Meldungen. Immer mehr Mitglieder greifen also zum Smartphone statt zum Telefonhörer, wenn am Straßenrand nichts mehr geht.

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Um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden, hat der ADAC sein Hilfenetz weiter ausgebaut. Über 181 neue Mitarbeiter wurden im vergangenen Jahr eingestellt, 146 davon als Straßenwachtfahrerinnen und -fahrer. Bundesweit kümmern sich damit rund 1.700 Gelbe Engel sowie 550 Partnerunternehmen mit etwa 5.000 Fahrzeugen um liegengebliebene Mitglieder des mit 22,7 Millionen Mitgliedern größten Mobilitätsclubs Europas. Die Pannenhilfe ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer 089 20 20 40 00 sowie digital über die ADAC-App oder die Web-App erreichbar.

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