Foto: Hagen
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Auch wenn die direkten Konkurrenten um Platz 14 in der Dritten Bundesliga Südwest, die TSG Haßloch und die SGSH Dragons, ihre Spiele am zweiten Rückrundenspieltag verloren haben, ist der TV Homburg weiter auf dem Weg Richtung Abstieg. Nach einer erneut enttäuschenden Leistung unterlag der Aufsteiger im Kellerduell beim Tabellenviertletzten HLZ Friesenheim/Hochdorf II mit 24:25 (13:12) und bleibt damit Schlusslicht der Liga.

Homburgs Trainer Pedro Vieira tobte nach dem Abpfiff im Spielerkreis. Er zeigte sich sehr verärgert über die erneut hohe Zahl an technischen Fehlern seiner Mannschaft in einer insgesamt schwachen Partie, in der auch die Gastgeber keine drittligareife Leistung boten. Kurz zusammengefasst: Die rund 100 Zuschauer sahen ein sehr mäßiges Spiel zweier Teams, die zu Recht im Tabellenkeller stehen. Vieira sagte nach den 60 Minuten: „Kämpferisch kann ich meinen Spielern keinen Vorwurf machen. Sie haben alles gegeben. Leider haben wir den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht, das war dann ausschlaggebend für die Niederlage.“

Mehr wäre für den TV Homburg durchaus möglich gewesen, denn die HLZ Friesenheim/Hochdorf II präsentierte sich schlagbar. Doch im Angriff fand der TVH über die gesamte Spielzeit kaum Lösungen. „In der Defensive standen wir sehr gut, aber vorne war es einfach zu wenig, um zu punkten“, so Vieira. Die 25 Gegentore seien angesichts der bisherigen Saison mit häufig über 30 Gegentreffern noch akzeptabel gewesen, doch mit nur 24 eigenen Treffern lasse sich in der Dritten Liga kein Spiel gewinnen.

Im ersten Spielabschnitt hofften die wenigen mitgereisten Homburger Fans noch auf einen möglichen Erfolg. Nach zehn Minuten führte der TV Homburg durch Ante Grbavac, der mit acht Treffern bester Werfer seines Teams war, mit 7:5. Danach häuften sich jedoch die Fehlabschlüsse. In der 17. Minute ging die zweite Mannschaft des HLZ Friesenheim/Hochdorf durch Marcel Reis erstmals mit 10:8 in Führung. Die Partie blieb zerfahren und bewegte sich auf einem insgesamt schwachen Niveau. Auf beiden Seiten wurden freie Würfe vergeben. Beim TV Homburg hielt Torhüter Fabian Schommer mit mehreren Paraden sein Team im Spiel. Ihm war es auch zu verdanken, dass die Gäste in der Schlussphase der ersten Halbzeit nicht deutlicher in Rückstand gerieten. Kurz vor der Pause erspielte sich der TVH durch Jose Resende sogar eine 12:10-Führung, doch diese war binnen einer Minute wieder dahin. Mit dem Treffer von Resende ging der TV Homburg dennoch mit einer knappen 13:12-Führung in die Halbzeit.

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Nach dem Seitenwechsel profitierte der TV Homburg zunächst von einer Fehlaktion der Gastgeber, Robin von Lauppert erhöhte auf 14:12. Es folgten erneut viele Fehler auf beiden Seiten, nach 36 Minuten stand es 14:14. Der TVH verpasste es, aus den Fehlern des Gegners Kapital zu schlagen und den knappen Vorsprung auszubauen. Bis zur 42. Minute lag das HLZ meist mit einem Tor vorne, der TV Homburg glich immer wieder aus, bekam jedoch zunehmend Probleme gegen die zeitweise offensive 4:2-Abwehr der Gastgeber. Gianluca Herbel traf rund 15 Minuten vor dem Ende zum 19:17 und kurz darauf auch zum 20:17. Wenig später erhöhte Herbel sogar auf 22:18 – eine mögliche Vorentscheidung.

Doch der TV Homburg gab sich nicht geschlagen. Grbavac verkürzte auf 22:19, Robin von Lauppert traf zum 22:20. Acht Minuten vor dem Ende blieb die Partie offen. Als Robin Egelhof in der 56. Minute zum 23:22-Anschluss traf, keimte nochmals Hoffnung auf. Doch im direkten Gegenzug erhöhte Lars Thiele auf 24:22. Simon Schwarz sorgte in der vorletzten Minute mit dem Treffer zum 25:22 für die Entscheidung, auch wenn Peter Gohl mit zwei Treffern noch auf 24:25 verkürzen konnte.

Robin Egelhof, mit sechs Treffern zweitbester Werfer hinter Grbavac, sagte nach der Partie: „Wir haben das Spiel lange offen gehalten und großartig gekämpft, aber uns fehlen einfach Spieler auf der Bank zum Durchwechseln. Das war erneut spielentscheidend.“ Neben den verletzten Patrick Schulz und Jan Philipp Valda fehlte auch Evaldo Almeida, der beim Afrika-Cup im Einsatz ist. Zudem haben Jose Baptista und Marcel Szöllösi den Verein inzwischen verlassen. Aus der zweiten Mannschaft stand in Hochdorf kein Spieler zur Verfügung. Dafür absolvierte Sebastian Birster seine ersten Einsatzminuten für den TV Homburg. Der erst vor wenigen Tagen von der SG Zweibrücken II verpflichtete 18-jährige Rückraumspieler meinte nach der Niederlage: „Wenn wir die eine oder andere Chance besser nutzen, hätten wir dieses Spiel auch gewinnen können. So haben Kleinigkeiten gefehlt.“

Nun steht für den TV Homburg das nächste Kellerduell an. Am kommenden Samstag um 18.30 Uhr empfängt der TVH in der Sport- und Spielhalle den Vorletzten TSG Haßloch. Haßloch liegt nur einen Punkt vor den Homburgern, der Relegationsplatz 14 ist weiterhin fünf Punkte entfernt. Gegen beide direkten Konkurrenten spielt der TV Homburg noch in eigener Halle. Sollte jedoch auch das Heimspiel gegen Haßloch verloren gehen, dürfte der Abstieg in die Regionalliga Südwest kaum noch abzuwenden sein.

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