Alle Teilnehmerinnen, die Jurymitglieder sowie Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer hatten viel Freude beim Lesedino. Foto: Maria Müller-Lang
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Mira Westenfelder von der Pestalozzischule in Rohrbach hat den Regionalentscheid des Lesedino-Vorlesewettbewerbs in der Stadtbücherei St. Ingbert gewonnen. Die Schülerin setzte sich gegen neun Mitbewerberinnen durch und wird die Region nun am 28. Mai beim Landesentscheid im Kultusministerium vertreten. Bemerkenswert in diesem Jahr: Ausschließlich Mädchen hatten sich für den Regionalentscheid qualifiziert.

Zehn junge Leserinnen traten in zwei Runden gegeneinander an. Zunächst trugen sie selbst gewählte Passagen aus ihren Lieblingsbüchern vor, danach folgte die eigentliche Bewährungsprobe – ein unbekannter Text, der spontan und möglichst lebendig vorgelesen werden musste. „Ihr alle könnt stolz auf euch sein, dass ihr euch für diesen Wettbewerb qualifiziert habt. Ich weiß, Lesen vor einem großen Publikum ist nicht einfach“, sagte Karin Mostashiri, Leiterin der Stadtbücherei, zur Begrüßung der Teilnehmerinnen.

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Die fünfköpfige Jury stand vor keiner leichten Aufgabe, denn das Niveau war durchweg hoch. Am Ende gab Mira Westenfelders Kombination aus sicherer Lesetechnik und ausdrucksstarkem Vortrag den Ausschlag. Neben einer Urkunde durfte sie sich über eine Stofftasche, ein Buchgeschenk, einen Bücherscheck über 15 Euro und ein grünes Lesekissen freuen. Auch die übrigen neun Teilnehmerinnen gingen nicht mit leeren Händen nach Hause: Jede erhielt eine Urkunde, eine Stofftasche, das Detektivabenteuer „Murdle Junior“ sowie einen kleinen Lesedino als Andenken.

Andrea Kihm (li.), Abteilungsleiterin Kultur, Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer (3.v.r.), Referatsleiter Jörg Sämann (2.v.r.) und Karin Mostashiri, Leiterin Stadtbücherei (re.), gratulierten der diesjährigen Gewinnerin Mira Westenfelder (Bildmitte) und ihren Eltern.
Foto: Maria Müller-Lang

Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer übernahm die Preisverleihung persönlich und richtete sich direkt an die Kinder: „Ich finde es wirklich toll, dass ihr alle den Mut habt, euer Lesekönnen vor einem großen Publikum und einer Jury vorzutragen. Ich möchte euch dazu animieren, dem Lesen treu zu bleiben, weil man so unglaublich viel erfahren und lernen kann. Mein Dank geht auch an eure Eltern, die euch darin unterstützen und fördern.“ Gemeinsam mit Jörg Sämann, Referatsleiter für Bildende Kunst, Musik, Literatur und Bibliotheken, gratulierte er anschließend allen jungen Vorleserinnen.

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Für Sämann ist der Lesedino weit mehr als ein Pflichttermin. Es war bereits seine 26. Lesung im Rahmen des Wettbewerbs, 13 davon hatte er einst an seiner früheren Wirkungsstätte in Merzig selbst auf die Beine gestellt. Zum 13. Mal war er zudem als Vertreter des Ministeriums dabei. „Der Lesedino-Wettbewerb gilt als Leuchtturmprojekt des Ministeriums für Bildung und Kultur“, betonte er. Von rund 160 Grundschulen im Saarland hätten sich in diesem Jahr mehr als 130 beteiligt – ein Zeichen dafür, dass der jährliche Wettbewerb längst fester Bestandteil des Schulalltags geworden sei.

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Der Regionalentscheid in St. Ingbert zeigte einmal mehr, welche Begeisterung für das gedruckte Wort in den jüngsten Leserinnen und Lesern steckt. Veranstaltungen wie der Lesedino leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung – und geben Kindern eine Bühne, auf der Bücher die Hauptrolle spielen.

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