Wer beim Tanken sparen will, sollte derzeit in den Südwesten Deutschlands fahren. Eine aktuelle Auswertung des ADAC vom 12. März 2026 belegt: Im Saarland und in Rheinland-Pfalz zahlen Autofahrerinnen und Autofahrer bundesweit die niedrigsten Kraftstoffpreise – während Hessen und Brandenburg am oberen Ende der Preisskala rangieren. Auslöser für das insgesamt gestiegene Preisniveau ist laut dem Automobilclub der Krieg im Nahen Osten, der die Spritkosten in ganz Deutschland nach oben getrieben hat.
Beim Benzin der Sorte Super E10 führt Hessen die Liste der teuersten Bundesländer an. Ein Liter kostet dort im Durchschnitt 2,017 Euro. Knapp dahinter liegt Brandenburg mit 2,012 Euro. Am anderen Ende der Skala steht das Saarland, wo der Liter Super E10 im Mittel für 1,969 Euro zu haben ist. Rheinland-Pfalz folgt mit 1,973 Euro auf dem zweiten Platz der günstigsten Länder. Die Differenz zwischen dem teuersten und dem preiswertesten Bundesland beträgt damit 4,8 Cent pro Liter.
Bei Diesel verschiebt sich das Bild leicht. Hier ist Brandenburg mit einem Durchschnittspreis von 2,156 Euro pro Liter der Spitzenreiter nach oben. Hessen landet mit 2,136 Euro auf dem vorletzten Platz – immerhin rund zwei Cent günstiger als das Nachbarland im Nordosten. Die günstigsten Dieselpreise teilen sich Rheinland-Pfalz und das Saarland mit jeweils 2,088 Euro. Die Spanne zwischen dem teuersten und den beiden günstigsten Bundesländern fällt beim Diesel mit 6,8 Cent deutlich größer aus als beim Benzin.
Ein interessantes Detail der Erhebung betrifft die drei deutschen Bundesländer, die an Polen grenzen, wo Kraftstoff erheblich billiger ist als hierzulande. Man könnte erwarten, dass die Nähe zum günstigeren Nachbarmarkt die Preise dort drückt – doch das Bild ist uneinheitlich. Brandenburg gehört trotz der Grenznähe zu den teuersten Ländern. Sachsen hingegen schneidet vergleichsweise gut ab und belegt bei Super E10 den dritten Platz hinter Rheinland-Pfalz. Mecklenburg-Vorpommern als dritter polnischer Nachbar ordnet sich im Mittelfeld ein. Die Grenzlage allein ist also kein Garant für niedrige Preise.
Insgesamt fallen die Unterschiede zwischen den Bundesländern laut ADAC derzeit etwas geringer aus als bei früheren Vergleichen. Dennoch rät der Automobilclub, vor jeder Tankfüllung die Preise zu vergleichen und gezielt die günstigste Station anzusteuern. Auch die Tageszeit spielt eine erhebliche Rolle: Wer abends statt morgens tankt, kann pro Liter meist einige Cent einsparen.
Grundlage der Untersuchung sind die Preisdaten von mehr als 14.000 Tankstellen, die bei der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe erfasst sind. Der ADAC hat diese Daten den 16 Bundesländern zugeordnet und als Momentaufnahme vom 12. März 2026 um 11 Uhr ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen einmal mehr, dass sich ein Blick auf die regionalen Preisunterschiede lohnt – selbst wenn die großen geopolitischen Entwicklungen den Gesamtmarkt bestimmen.





















