Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kommt am 3. Juni 2026 ins Saarland – und bringt mehr als 120 ausländische Botschafterinnen und Botschafter sowie Vertreterinnen und Vertreter internationaler Organisationen mit. Es ist bereits der sechste Besuch des Staatsoberhaupts an der Saar, doch diesmal steht die gesamte Region im Schaufenster der internationalen Diplomatie. Die sogenannte Informations- und Begegnungsreise mit dem Diplomatischen Korps, die seit 1996 jährlich in ein anderes Bundesland führt, soll den Gästen aus aller Welt die Vielfalt Deutschlands näherbringen. Nach Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr fällt die Wahl nun auf das kleinste Flächenland der Republik.
Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, die den Besuch über den gesamten Tag begleiten wird, sieht darin eine besondere Gelegenheit: „Es ist eine große Ehre, dass der traditionelle Besuch des Bundespräsidenten mit dem Diplomatischen Korps ins Saarland führt. Und eine Chance für unsere Heimat.“ Das Saarland sei stärker, als viele glaubten, betonte Rehlinger. Man wolle den internationalen Gästen zeigen, „welche Kraft in unserer Region steckt – etwa in Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft“. Die Regierungschefin kündigte an, das Land als hervorragenden Wirtschaftsstandort und als Region mit Tradition und Charakter im Herzen Europas zu präsentieren.
Das Programm des Tages spannt einen weiten Bogen durch das Saarland. Los geht es am Vormittag in Blieskastel bei der Firma Hager, einem international tätigen Unternehmen der Elektrotechnik. Von dort führt die Route nach Saarbrücken auf den Campus der Universität des Saarlandes, wo gleich vier renommierte Forschungseinrichtungen auf dem Besuchsplan stehen: das Center for IT-Security, Privacy and Accountability, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung des Saarlandes sowie das Leibniz-Institut für Neue Materialien. Die geballte Präsenz dieser Institute auf engem Raum dürfte den Diplomatinnen und Diplomaten einen konzentrierten Einblick in die Forschungslandschaft des Landes ermöglichen.
Am Mittag wechselt die Kulisse vom Labor zur Industriekathedrale: In der Gebläsehalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte lädt der Bundespräsident seine Gäste zum gemeinsamen Essen. Dort wird Steinmeier auch eine Ansprache halten. Der historische Ort, der wie kaum ein zweiter für den industriellen Wandel im Saarland steht, setzt damit einen bewussten Kontrapunkt zu den Hightech-Stationen des Vormittags. Tradition und Transformation – beides gehört zur Erzählung, die das Saarland an diesem Tag vermitteln will.
Den Abschluss bildet am Nachmittag ein Besuch bei Villeroy & Boch in Mettlach, wo neben einer Führung durch die Produktion auch ein Empfang der Ministerpräsidentin auf dem Programm steht. Das 1748 gegründete Keramikunternehmen verkörpert jene Mischung aus Beständigkeit und Weltoffenheit, die das Saarland den internationalen Gästen als Markenzeichen präsentieren möchte.






















