Von Dagmar Sauer
Selten war der Homburger Saalbau seit Corona so gut besucht wie an diesem Oktobertag. Denn an diesem Abend führten etwa 70 motivierte und begabte Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren die altbekannte Geschichte über Mose und die Befreiung aus Ägypten in Form eines Musicals auf.
Wohl kaum ein Thema wurde so häufig verfilmt, besungen und erzählt, doch durch die Kombination aus Band, Chor, Tanz und Schauspiel ging die symbolträchtige Story über Verzweiflung Hoffnung und Rettung sofort ins Ohr und offensichtlich auch ins Herz. Die ca. 600 Zuschauer ließen sich nämlich von Anfang an mitreißen und quittierten jedes Solo mit Applaus.

Es war kaum zu glauben, dass es sich bei diesem Auftritt um das erste von vier Konzerten des diesjährigen Adonia-Projektchors aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland handelte. Denn von Pannen, wie sie bei Premieren gelegentlich vorkommen, war an diesem Abend nichts zu erkennen. Das vorausgehende Musicalcamp hatte erst am Sonntag zuvor in Weidental begonnen, und nach nur drei Tagen intensiven Probens fand bereits die erste Aufführung statt. Natürlich hatten sich die engagierten jungen Künstler bereits zu Hause auf die 13 Songs vorbereitet, die die Jugendorganisation Adonia eigens für Veranstaltungen in ganz Deutschland geschrieben hatte.

Am Ende bedankte sich das Homburger Publikum mit Standing Ovations. Die Mitarbeiter und Betreuer von Adonia e.V. zeigten sich sehr zufrieden mit dem ersten Konzert, das schwer zu toppen sei. Veranstalter vor Ort war die evangelische Allianz Homburg, ein Zusammenschluss verschiedener christlicher Gemeinden. Diese hatten auf ehrenamtlicher Basis für die Einladung, die Verpflegung und Unterbringung gesorgt und dankten auch der Stadt Homburg für die Unterstützung und die Überlassung des Saalbaus.

Nach dem schwungvollen Abend zeigte sich das Veranstaltungsteam nicht abgeneigt, Adonia auch nächstes Jahr (dann zum fünften Mal) wieder nach Homburg einzuladen.


















