Blieskastel aus der Luft. - Bild: AUFNAHME1 GbR

Aufgrund der angespannten Situation bittet die Stadtverwaltung die Bevölkerung dringend um weitere Wohnungsangebote, um die Schutz suchenden Menschen angemessen unterbringen zu können.

Nach Prognosen der Landesaufnahmestelle in Lebach werden aufgrund der stark gestiegenen und noch zu erwartenden Zuweisungsfälle im Saarland selbst in der Zeit zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Silvester voraussichtlich auch in Blieskastel weitere Flüchtlinge eintreffen…

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Laut Statistik des Saarpfalz-Kreises wurden der Stadt Blieskastel seit Beginn dieses Jahres bis Oktober 301 Personen zur Unterbringung zugewiesen, darunter 269 Flüchtlinge aus der Ukraine und hierunter wiederum fast ein Drittel Jugendliche im Alter bis unter 18 Jahren. Bislang ist es der Stadt Blieskastel dank der bemerkenswert großen Unterstützung durch die Bevölkerung im Gegensatz zu vielen anderen Städten erfreulicherweise gelungen, die Unterbringung der ihr zugewiesenen Flüchtlinge in erster Linie in privaten Wohnungen zu organisieren.

„Wir werden auch weiterhin an dieser Strategie festhalten, müssen aber derzeit angesichts der rückläufigen privaten Wohnungsangebote davon ausgehen, dass das verfügbare Wohnungsangebot auf Dauer nicht ausreichen wird“, so der für Soziales zuständige Beigeordnete Guido Freidinger.

Derzeit bereitet sich die Stadtverwaltung angesichts der durch die Kreis- und Landesbehörden erwarteten bzw. in Aussicht gestellten Flüchtlingszuweisungen der nächsten Wochen entsprechend vor, um weitere Unterbringungen gewährleisten zu können. Der Beigeordnete weiter: „In diesem Zusammenhang werden vorsorglich auch mehrere verschiedene städtische Gebäude auf der Grundlage objektiver, nachvollziehbarer und transparenter Kriterien auf ihre Eignung geprüft. Über das Ergebnis der verwaltungsinternen Prüfung werden wir dann umgehend den Stadtrat und die möglicherweise betroffenen Ortsräte informieren und diese Organe in die weitere Umsetzung entsprechend mit einbeziehen“.

Zu den in Frage kommenden Gebäuden gehört auch das seitens der Stadtverwaltung 2017 mit zweckgebundenen Landeszuschüssen vom ehemaligen Kitagebäude zum „Haus der Integration“ umgewandelte Gebäude im Klosterweg, in dem auch der Verein Flüchtlingshilfe Blieskastel e.V. seine Geschäftsräume hat. darf Gemäß Genehmigung der Unteren Bauaufsichtsbehörde UBA darf dieses für eine Unterbringung von bis zu 60 Personen genutzt werden. Es eignet sich aufgrund seiner inneren Struktur, insbesondere im Hinblick auf die Privatsphäre der jeweiligen Bewohner, jedoch nicht als dauerhafte Unterkunft.

Zahlreiche ukrainische Flüchtlinge haben inzwischen im ehemaligen Caritas-Förderzentrum, dem “Edith-Stein-Haus” in Lautzkirchen, Zuflucht gefunden. Aktuell ist auch diese Einrichtung jedoch bereits gut ausgelastet. Hinzu kommt, dass uns dieses wegen des geplanten Abrisses nur bis Ende März nächsten Jahres zur Verfügung steht, so dass die Stadt dringend auf weitere Wohnungsangebote hofft, um zukünftige Zuweisungen angemessen unterbringen zu können.

Wohnungsanbieter – auch von vorübergehend leerstehenden Ferienwohnungen mögen sich bitte per E-Mail (fluechtlinge@blieskastel.de) oder telefonisch bei der Stadt melden, so der Beigeordnete abschließend. (gf/ub)

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