Symbolbild
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Wer in St. Ingbert einen Antrag bei der Stadtverwaltung stellen möchte, kann das in zwei weiteren Fällen ab sofort vom Sofa aus erledigen. Die Stadt hat ihr digitales Serviceportal um zwei Online-Leistungen ergänzt, die bislang den Gang ins Rathaus oder zumindest den Griff zum Briefumschlag erforderten.

Besonders für Familien dürfte die erste Neuerung relevant sein: Die Abo-Karten-Förderung im Ausbildungsverkehr lässt sich nun vollständig digital beantragen. Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich eine freiwillige Leistung der Stadt, die Eltern bei den Kosten für Schüler-Abonnements entlastet. Wer bereits für ein zweites Kind ein Abo besitzt, bekommt 50 Prozent des Preises für das St. Ingberter Abo erstattet. Ab dem dritten Kind übernimmt die Stadt den kompletten Betrag. Voraussetzung ist ein Wohnsitz in St. Ingbert, die Nutzung der Karte innerhalb des Stadtgebiets – und eine fristgerechte Antragstellung bis spätestens 31. März des laufenden Jahres.

Die zweite Erweiterung richtet sich an Vereine, Initiativen, Parteien und andere Organisationen: Wer einen Infostand im öffentlichen Raum aufstellen will, kann die dafür nötige Sondernutzungserlaubnis jetzt ebenfalls online beantragen. Das Verfahren soll den gesamten Prozess von der Einreichung bis zur Genehmigung digital abbilden und damit den Papieraufwand für beide Seiten deutlich verringern.

Die Stadt verfolgt mit dem schrittweisen Ausbau ihres Serviceportals ein klares Ziel: Behördengänge sollen dort überflüssig werden, wo sie es können. Anträge lassen sich rund um die Uhr einreichen, unabhängig von Öffnungszeiten und Warteschlangen. Die digitalen Formulare führen Nutzerinnen und Nutzer Schritt für Schritt durch das jeweilige Verfahren, was Rückfragen reduzieren und die Bearbeitungszeit verkürzen soll.

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Für die Bürgerinnen und Bürger in St. Ingbert bedeutet das im Alltag vor allem eines: weniger Zeitaufwand. Gerade bei der Abo-Karten-Förderung, die jährlich neu beantragt werden muss, spart der digitale Weg den Familien einen wiederkehrenden Verwaltungsakt. Und für Vereine, die ohnehin oft mit knappen ehrenamtlichen Ressourcen arbeiten, dürfte ein unkomplizierter Online-Antrag für den nächsten Infostand eine willkommene Erleichterung sein. St. Ingbert reiht sich damit in die wachsende Zahl saarländischer Kommunen ein, die ihre Verwaltungsleistungen Stück für Stück ins Digitale überführen.

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