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Ein Angriff auf Teile der Stromversorgung in Berlin hat bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt – auch in St. Ingbert. Dort beschäftigt die Stadtverwaltung weniger die aktuelle Lage vor Ort, sondern vielmehr die Frage, wie gut die Bevölkerung auf mögliche Krisen vorbereitet ist. Eine konkrete Gefährdung für St. Ingbert besteht nach Angaben der Stadt zwar nicht, dennoch soll das Thema Eigenvorsorge stärker ins Bewusstsein rücken.

Hintergrund ist die Verletzlichkeit sogenannter kritischer Infrastrukturen. Fällt der Strom länger aus, betrifft das weit mehr als nur die Beleuchtung in den eigenen vier Wänden. Heizung, Wasserversorgung, Telekommunikation und der Einkauf von Lebensmitteln oder anderen Alltagsgütern können zeitweise eingeschränkt oder gar nicht möglich sein. In solchen Situationen kommt es darauf an, dass Haushalte zumindest für einige Tage selbst handlungsfähig bleiben.

Die Stadt St. Ingbert ruft deshalb dazu auf, sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten auf Krisensituationen vorzubereiten. Schon einfache Vorkehrungen können nach Einschätzung der Verwaltung helfen, einen längeren Stromausfall oder andere Störungen besser zu überstehen. Dazu zählt etwa ein Vorrat an Trinkwasser von rund 2 Litern pro Person und Tag für mehrere Tage. Auch haltbare Lebensmittel, die ohne Strom zubereitet werden können, werden empfohlen.

Als weitere sinnvolle Ausstattung gelten eine funktionierende Taschenlampe, Kerzen sowie Streichhölzer oder ein Feuerzeug. Ein batteriebetriebenes oder mit Kurbel betriebenes Radio kann im Ernstfall wichtig werden, um offizielle Informationen zu empfangen, wenn Internet und Telefon nicht mehr zuverlässig funktionieren. Ergänzend rät die Stadt zu Ersatzbatterien oder Powerbanks für wichtige Geräte, einer gut bestückten Hausapotheke mit regelmäßig benötigten Medikamenten sowie einer Bargeldreserve, falls Kartenzahlungen zeitweise nicht möglich sind.

Wer sich genauer informieren möchte, soll nach Empfehlung der Stadtverwaltung auf offizielle Quellen zurückgreifen. Besonders hingewiesen wird auf das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Dort stehen praxisnahe Checklisten, konkrete Vorsorgetipps und Hinweise zum richtigen Verhalten bei Stromausfällen und anderen Krisenlagen bereit. Die Materialien sind online unter dem Stichwort „Ratgeber für Notfallvorsorge“ beim BBK abrufbar, unter anderem über den Kurzlink t1p.de/x3z1d

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Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer betont in diesem Zusammenhang die gemeinsame Verantwortung von Behörden und Bevölkerung. „Krisenvorsorge ist eine gemeinsame Aufgabe von Staat und Bevölkerung. Wer vorbereitet ist, schützt nicht nur sich selbst, sondern entlastet im Ernstfall Einsatzkräfte und Hilfsorganisationen. Helfen Sie gemeinsam mit“, erklärte Meyer. Die Stadt will das Thema weiter im Blick behalten und setzt darauf, dass möglichst viele Haushalte in St. Ingbert ihre persönliche Vorsorge überprüfen und bei Bedarf ergänzen.

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