Symbolbild

Zwischen dem 29. März und dem 03. April werden insgesamt 2.250 saarländische Lehrerinnen und Lehrer aus Grund- und Förderschulen gesondert geimpft. So erhalten alle Lehrkräfte aus der Priorisierungsgruppe 2 einen Impftermin, die in der saarländischen Impfliste aufgenommen wurden und bislang keinen Termin erhielten. 

Christine Streichert-Clivot (SPD)
Foto: Christian Hell / Ministerium für Bildung und Kultur

„Ich bin sehr froh, dass wir dem priorisierten Personal in Grund- und Förderschulen sehr zeitnah Sonderimpftermine einrichten konnten. Alle Lehrkräfte werden zeitnah über ihren individuellen Termin informiert. Wie versprochen, werden wir dabei auch die Arbeitszeiten der Lehrerinnen und Lehrer berücksichtigen.“ Am vergangenen Montag hatte die Ministerin die Sonderimpftermine für das Lehrpersonal in einer Pressemitteilung angekündigt.

 

 

Impfpriorisierung an weiterführenden Schulen – Jürgen Renner: „Die CDU muss ein Mindestmaß an Geschlossenheit an den Tag legen“ 

Jürgen Renner, bildungspolitischer Sprecher
Quelle: SPD Saar

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Jürgen Renner zeigt sich verwundert über die christdemokratische Vielstimmigkeit bei der Frage der Impfpriorisierung einzelner Berufsgruppen: „Die CDU muss ein Mindestmaß an Geschlossenheit an den Tag legen. Die Frage, wer früher geimpft wird, ist keine ethische Lappalie, die der Parteipolitik geopfert werden darf. Wenn Herr Wagner aber nun erneut das genaue Gegenteil von dem fordert, was Frau Bachmann tut, dann liegt genau dieser Verdacht nahe.“ Die SPD-Fraktion unterstützt die vorrangige Impfung des Personals an Schulen.

Rückkehr zum Präsenzbetrieb: „Was von Frieseuren und Kassiererinnen erwartet wird, kann man auch von Lehrern erwarten.“

Kira Braun
Landesvorsitzende JUSOS SAAR
Quelle: JUSOS SAAR

Die Jusos Saar unterstützen Christine Streichert-Clivot in ihrem Ziel der Rückkehr zum Präsenzunterricht nach den Osterferien. Das sei angesichts der Öffnungen in vielen anderen Gesellschaftsbereichen überfällig. Dazu erklärt die Landesvorsitzende Kira Braun:„Kinder sind am meisten von der Krise betroffen und trotzdem müssen sie sich bei Öffnungen viel zu weit hintenanstellen. Deshalb ist es richtig, dass Christine Streichert-Clivot auch gegen Widerstände für eine Rückkehr zum Präsenzbetrieb nach den Osterferien streitet.“ Zunehmend irritiert zeigen sich die Jusos im Hinblick auf die Blockadehaltung einzelner Lehrer- und Bildungsverbände: „Manchmal hat man den Eindruck, dass manche Verbandsvertreter völlig den Kompass für Maß und Mitte verloren haben. Es scheint auch mehr als fraglich, dass sie damit die Mehrheitsmeinung etwa innerhalb der Lehrerschaft wiederspiegeln. Die Pandemie verlangt uns allen erhebliches ab. Wer dabei den Eindruck vermittelt, die eigene Berufsgruppe werde bewusst ins Messer laufen gelassen, verkennt angesichts der eigenen Privilegien die Realität. Was von Frieseuren und Kassiererinnen erwartet wird, kann man auch von Lehrern erwarten.“ Vor dem Hintergrund der angepassten Impfpriorisierung und der umfangreichen Schutz- und Hygienekonzepte sei eine Rückkehr zum Präsenzunterricht absolut verhältnismäßig. Das bestätigen auch die Befunde der UKS, nach denen Infektionen in der Regel weder in den Schulen erworben noch dort weitergegeben werden.

 

 

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