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Bis zu 145 Millionen Euro stellt der Bund bereit, um Radfahren und Zufußgehen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sicherer zu machen. Das Bundesministerium für Verkehr hat dazu den Förderaufruf „Junge Generation Fahrrad – aktiv mobil“ gestartet, wie Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder am 30. April 2026 bekannt gab. Insgesamt sollen bis zu 30 Projekte mit einer Laufzeit bis 2031 gefördert werden – ein Programm, das sich ausdrücklich an Kommunen richtet und sowohl bauliche Maßnahmen als auch begleitende Angebote in den Bereichen Bildung, Kommunikation und Beteiligung umfasst.

Schnieder begründete die Initiative mit einem klaren Ziel: „Wir wollen, dass Kinder und junge Menschen sich sicher und selbstständig bewegen können.“ Nur eine gut ausgebaute und sichere Radverkehrsinfrastruktur ermögliche es, dass Kinder bereits früh unbeschwert Fahrrad fahren lernen. Der Minister verwies dabei auf den Fahrrad-Monitor 2025, eine vom Bund geförderte Umfrage zur Radnutzung. Deren Ergebnis unterstreiche, dass positive Erfahrungen auf dem Rad in jungen Jahren entscheidend dafür seien, ob Menschen auch langfristig aufs Fahrrad setzen. „Daher unterstützen wir mit diesem Förderaufruf Kommunen dabei, moderne und sichere Infrastruktur zu schaffen und neue Wege für eine aktive Mobilität zu gehen“, so Schnieder.

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Das Programm ordnet sich in die übergeordneten verkehrspolitischen Ziele der Bundesregierung ein: mehr nachhaltige Mobilität, höhere Verkehrssicherheit im Sinne der Vision Zero sowie die Stärkung des Radverkehrs, wie sie der Nationale Radverkehrsplan 3.0 vorsieht. Sichere Wege und attraktive Angebote sollen nicht nur den Rad- und Fußverkehr steigern, sondern Städte und Gemeinden insgesamt lebenswerter machen.

Konkret gliedert sich der Förderaufruf in zwei Linien. Die erste trägt den Titel „Zukunft fährt Fahrrad“ und funktioniert als bundesweiter Wettbewerb. Gesucht werden innovative Projekte mit Modellcharakter, die bis 2031 umgesetzt werden. Eine unabhängige Fachjury wählt aus den Einreichungen die überzeugendsten Vorhaben aus. Pro Projekt stehen zwischen 1,5 und sechs Millionen Euro zur Verfügung. Die zweite Förderlinie, „Lückenschluss im Sprint“, zielt dagegen auf kurzfristig realisierbare Verbesserungen vor Ort. Hier geht es um Maßnahmen, die bis 2027 abgeschlossen sein sollen und unmittelbar die Sicherheit sowie die Attraktivität des Fuß- und Radverkehrs erhöhen. Das Fördervolumen liegt bei 250.000 bis 1,5 Millionen Euro pro Projekt.

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Gefördert werden unter anderem sichere Wege, Querungen und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Der Bund übernimmt dabei bis zu 75 Prozent der Kosten als Zuschuss. Finanzschwache Kommunen können sogar eine Förderquote von bis zu 90 Prozent erhalten. Für die erste Förderlinie müssen Projektskizzen bis zum 15. Juli 2026 eingereicht werden, vollständige Anträge für die zweite Linie sind bis zum 31. Juli 2026 fällig. Die Bewilligung soll bis Ende 2026 erfolgen.

Die Einreichung läuft über das Portal easy-Online, weitere Details zum Förderaufruf und zur Antragstellung stellt das Mobilitätsforum Bund bereit. Für Kommunen, die ihre Rad- und Fußwege sicherer gestalten wollen, dürfte das Programm eine der größten Fördermöglichkeiten der kommenden Jahre darstellen – vorausgesetzt, sie nutzen die knappen Fristen.

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