Die Partnerstadt La Baule in Frankreich - Foto: Francisco Silva - Wikimedia - CC 1.0

Wenn in Homburg französische Sprachfetzen auf dem Pausenhof zu hören sind und in den Klassenräumen plötzlich zwei Sprachen durcheinanderklingen, dann ist meist Besuch aus La Baule in der Stadt. So war es auch vor kurzem wieder: Eine Gruppe Jugendlicher aus der französischen Partnerstadt La Baule-Escoublac verbrachte eine Woche in Homburg und tauchte in den Alltag ihrer deutschen Partnerschüler ein.

Der Aufenthalt fand im Rahmen des seit vielen Jahren bestehenden Schüleraustauschs zwischen dem Saarpfalz-Gymnasium (SPG) und der Cité scolaire Grand Air – Collège et Lycée statt. Die Jugendlichen lebten in den Familien ihrer deutschen Austauschpartner, nahmen am Unterricht teil und lernten Stadt und Region kennen. Im Mittelpunkt stand dabei, den Alltag der jeweils anderen Seite zu erleben und ein Gefühl für Sprache, Kultur und Lebensweise zu bekommen.

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Der Austausch zwischen Homburg und La Baule besteht seit über 17 Jahren und gilt als fester Bestandteil der Städtepartnerschaft. „Er zeichnet sich durch seine Kontinuität und Lebendigkeit aus und bietet jungen Menschen die Möglichkeit, frühzeitig internationale Erfahrungen zu sammeln, Freundschaften zu knüpfen und den europäischen Gedanken praktisch zu erleben“, erklärt der hauptamtliche Beigeordnete Philipp Scheidweiler. Gemeinsam mit der Verantwortlichen für die Städtepartnerschaft, Simone Lukas, begrüßte er die Gäste offiziell im Namen der Stadt.

Scheidweiler hob bei diesem Anlass die Rolle solcher Begegnungen für die Partnerschaft der beiden Kommunen hervor. „Ich freue mich, dass auch in diesem Jahr der Austausch zum wiederholten Mal stattfinden konnte. Das sind genau die Begegnungen, die unsere Freundschaft mit unserer Partnerstadt La Baule ausmachen. Denn es geht immer um Menschen, die die Partnerschaft auch mit Leben füllen“, sagte er. Der persönliche Kontakt zwischen Jugendlichen beider Länder sei ein wichtiger Baustein für eine dauerhaft lebendige Verbindung.

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Zugleich machte der Beigeordnete deutlich, wie wichtig das Engagement der Schulen für den Erfolg des Programms ist. „Mein Dank gilt insbesondere dem Kollegium des Saarpfalz-Gymnasiums, das diesen Austausch seit vielen Jahren trägt, sowie Frau Klein stellvertretend für die Fachschaft Französisch, die mit großem Einsatz zur erfolgreichen Durchführung beigetragen haben“, betonte Scheidweiler. Ohne die kontinuierliche Arbeit der Lehrkräfte wäre ein derart langfristiger Austausch nicht möglich.

Inhaltlich stand der diesjährige Besuch unter dem Motto „Mensch, Menschlichkeit und Wissenschaft“. Entsprechend lag der Schwerpunkt auf dem persönlichen Austausch und gemeinsamen Aktivitäten, bei denen die Jugendlichen miteinander ins Gespräch kamen und ihre Sichtweisen teilten. Besonders hervorgehoben wurde die Beteiligung junger Engagierter: Auch ein Mitglied des Jugendparlaments aus La Baule nahm an der Reise teil und brachte eigene Perspektiven und Ideen in die Begegnungen ein. Damit floss zusätzlich die Sicht einer kommunalpolitisch aktiven jungen Person in den Austausch ein und ergänzte die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler.

Der jüngste Besuch aus La Baule knüpft damit an eine lange Tradition an, in der Homburg und seine französische Partnerstadt ihre Verbindung nicht nur auf offizieller Ebene, sondern vor allem über die Begegnung junger Menschen pflegen. Der Schüleraustausch zwischen dem Saarpfalz-Gymnasium und der Cité scolaire Grand Air bleibt dabei ein zentrales Element dieser Partnerschaft, das Jahr für Jahr neue Kontakte und Erfahrungen ermöglicht.