Wenn es nach den Grünen im Kreistag geht, sollte sich die Politik des Saarpfalzkreises in Zukunft stärker an den UN-Nachhaltigkeitszielen orientieren. Hier sieht die Grüne Kreistagsfraktion noch deutlichen Nachholbedarf: „Ein Beispiel für die Planlosigkeit des Kreises in Bezug auf Nachhaltigkeit ist die Verkehrspolitik.“, so die Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag, Charlotte Mast.

„Das Verkehrskonzept des Kreises sieht zwar, sowohl in Bezug auf die Ökologie als auch auf die Bevölkerungsentwicklung, sinnvolle Ziele vor; allerdings muss die Politik auch nach diesen handeln. Es kann nicht sein, dass einerseits Ideen für eine nachhaltigere Verkehrspolitik entwickelt werden, wir aber andererseits immer noch ernsthaft über eine Umgehung der B423 oder einen zusätzlichen Autobahnanschluss in Homburg sprechen. 

Diese Vorschläge sind nicht nur völlig unsinnig, sie widerstreben auch auf ganzer Linie den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.“, so Mast weiter. Laut der Grünen Fraktionsvorsitzenden stehe die immer noch stattfindende Konzentration auf den Individualverkehr im eklatanten Widerspruch zu den selbst gesteckten Handlungsleitlinien im Verkehrskonzept.

Aber nicht nur im Bereich der Mobilität habe der Kreis noch Nachholbedarf, auch bei der ökologischen Landwirtschaft gebe es noch Luft nach oben. „Mit 15,7 % nachhaltig genutzten Landflächen steht der Saarpfalzkreis im Vergleich mit anderen saarländischen Landkreisen relativ schlecht da. Auch hier muss vom Kreis dringend mehr Initiative gezeigt werden.“, so Mast.

Eine weitere Möglichkeit nachhaltige Politik im Sinne der UN auch in die Saarpfalz zu bringen, seien Maßnahmen zur energetischen Sanierung von Altbauten. „90 Prozent der saarpfälzischen Wohnfläche ist sanierungsbedürftig. Hier bietet sich doch die Chance die energiesparende Sanierung auch vom Kreis stärker zu bezuschussen.“

Abschließend stellt Charlotte Mast klar: „Die UN-Nachhaltigkeitsziele geben eine Richtschnur für eine zukunftsgerichtete und ökologische Politik vor. Auch der Saarpfalzkreis sollte sich in Zukunft stärker an ihnen richten, um der Klimakrise auch auf kommunaler Ebene etwas entgegenzusetzen.“

 

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