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„Der Vorstoß des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt (CSU), das Mindesthaltbarkeitsdatum für alle Lebensmittel abzuschaffen, ist Schönfärberei und lenkt vom eigentlichen Problem ab.“, sagt Isolde Ries, verbraucherschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und erneuert gleichzeitig Ihre Forderung der Lebensmittelverschwendung Einhalt zu gebieten:
„Nahrungsmittel wie Brot, Obst und Gemüse haben generell kein Mindesthaltbarkeitsdatum, machen dabei aber den größten Teil des Abfalls aus. Leicht verderbliche und nicht so lange haltbare Lebensmittel benötigen nach wie vor ein Mindesthaltbarkeits- oder Verfalldatum als wichtige Orientierung. Bei dauerhaft haltbaren Produkten wie Zucker und Salz aber auch bei anderen nicht verderblichen Lebensmitteln wie Kaffee, Tee und Nudeln kann dagegen auf ein Mindesthaltbarkeitsdatum verzichtet werden.
Jährlich landen in Deutschland über 18 Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. Kampagnen und Freiwilligkeitserklärungen nutzen nichts. Es wird Zeit, dass wir Nägel mit Köpfen machen. Wir sollten uns ein Beispiel an Frankreich nehmen, wo seit Anfang des Jahres große Supermärkte per Gesetz dazu verpflichtet sind, unverkaufte Ware zu spenden, als Tiernahrung zu nutzen oder zu kompostieren. Großhändler müssen mit karitativen Organisationen Abkommen für Lebensmittelspenden abschließen. Angesichts der Tatsache, dass ein Großteil der Verschwendung vermeidbar wäre, ist es eine Schande, dass hier bisher so wenig passiert ist.“
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