HOMBURG1 | SAARLAND NACHRICHTEN

Umweltminister Reinhold Jost begrüßt die Forderung von Bundesbauministerin Barbara Hendricks nach zusätzlichen Mitteln für den sozialen Wohnungsbau. Hendricks appelliert an Bundesfinanzminister  Schäuble, in den kommenden Jahren eine Verdoppelung auf mindestens 2 Milliarden Euro jährlich für den sozialen Wohnungsbau vorzunehmen, um die Herausforderungen auf dem angespannten Wohnungsmarkt zu bewältigen.

„Der soziale Wohnungsbau ist viel zu lange vernachlässigt worden. Diese Tatsache hat nur bedingt mit dem Zuzug von Flüchtlingen zu tun. Die Fehler der Vergangenheit, die auch viele Einheimische zu spüren bekommen, holen uns aber jetzt in besonderem Maße ein. Die Tatsache führt noch einmal deutlich vor Augen, dass wir dauerhaft Mittel für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stellen müssen, um auch langfristig einer Spaltung der Gesellschaft entgegen zu wirken“, erklärt Jost. Die Forderung sei klar: Mehr staatlich geförderter bezahlbarer Wohnraum für alle – ob in Ballungszentren oder im ländlichen Raum, so der Minister.

Das Saarland bietet nach seiner Meinung sehr gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration: „Unsere Dörfer sind von der demografischen Entwicklung in besonderem Maße betroffen. Viele Ortskerne im Saarland könnten neues Leben gut vertragen. Auch in diesem Zusammenhang könnte sozialer Wohnungsbau für Einheimische und für neue Nachbarn attraktive Perspektiven schaffen“, so Jost.

Zu Beginn dieses Jahres habe er gemeinsam mit dem saarländischen Innenminister Klaus Boullion bereits das zweite Maßnahmenpaket mit einem Volumen von insgesamt rund 4 Millionen Euro vorgestellt, dass langfristig der dörflichen Infrastruktur zu Gute kommen soll.

Durch das erste Förderprogramm im Jahr 2015 konnte saarlandweit zusätzlicher Wohnraum für über 2.200 Menschen mit einer Wohnfläche von rund 38.000 qm geschaffen werden. 5 Mio. Euro gewährte Landesmittel und über 6 Mio. Euro Bedarfszuweisungen für kommunale Finanzierungsanteile bescheinigen den Bedarf.

Der Minister appelliert daher einmal mehr an die Verantwortlichen in den saarländischen Kommunen, auf die bereits vorhandenen Mittel aus den Fördertöpfen von Land, Bund und EU zuzugreifen.

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