Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag fordert die Landesregierung auf, die Zusammenarbeit mit Frankreich auf eine realistische Grundlage zu stellen. Oskar Lafontaine:

„So wünschenswert es wäre, dass Französisch im Saarland zur Zweitsprache wird, so muss man doch die tatsächlichen Möglichkeiten und Gegebenheiten nüchtern zur Kenntnis nehmen. Es ist erfreulich, dass die neue Bildungsministerin die sogenannte Frankreich-Strategie der Landesregierung nun kritisch hinterfragt. Das Ziel der echten Zweisprachigkeit ist angesichts der finanziellen und personellen Voraussetzungen an den Schulen und Kitas auf absehbare Zeit nur schwer zu erreichen.“

Auch der Erhalt des Saarbrücker Pingusson-Baus müsse zu einem Projekt der deutsch-französischen Freundschaft und Zusammenarbeit werden. „Dieser Bau ist ein wichtiges Denkmal der wechselvollen Geschichte des Saarlandes und der sich wandelnden Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich. Die drei saarländischen Bundesminister sollten den Erhalt des Saarbrücker Pingusson-Baus bei den deutsch-französischen Konsultationen zur Sprache bringen.

An diesem geschichtsträchtigen Baudenkmal könnten deutsch-französische Einrichtungen und Organisationen wie beispielsweise die deutsch-französische Hochschule gebündelt werden, so dass der Pingusson-Bau zu einem Haus der deutsch-französischen Freundschaft wird. Eine Förderung durch Berlin und Paris wäre angesichts der finanziellen Lage des Saarlandes ein Ausweg, wenn man nicht zusehen will, wie dieser Bau immer weiter verfällt.“

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