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Zu dem Bericht über Nebengeschäfte der Saar-Stahlindustrie in der „Saarbrücker Zeitung“ erklärt Oskar Lafontaine: „In den Führungsetagen von Saarstahl wurden über Jahre hinweg solche Nebengeschäfte betrieben. Es ist Aufgabe der Verantwortlichen in der Stahlstiftung, diese Praxis abzustellen. Gerade in der heutigen Zeit  sollte sich das Saarstahl-Management auf die Sicherung der Arbeitsplätze und die ständige Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der saarländischen Stahlindustrie konzentrieren. Die Saar-Stahlindustrie ist in den 90er Jahren nicht gerettet und die Stahlstiftung nicht geschaffen worden, um leitenden Angestellten unkontrollierte Freiräume zur weiteren Steigerung ihrer eigenen Einkommen zu verschaffen.“

 Nicht vertretbar sei es auch, dass der von den Vorwürfen der Nebengeschäfte betroffene Saarbrücker Rechtsanwalt Dr. Michael Müller Vorsitzender des Kuratoriums der Montanstiftung,  Vorsitzender  der  Geschäftsführung  der Stahl Holding Saar und Aufsichtsratsvorsitzender von Saarstahl  und  Dillinger  Hütte sei. Eine solch ungewöhnliche Ämterhäufung führe notwendigerweise zu mangelnder Kontrolle und intransparentem Geschäftsgebaren. „Auch die Landesregierung steht in der Verantwortung, auf die Beendigung dieser Praxis hinzuwirken“, so Lafontaine abschließend.

 

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