Minister Reinhold Jost bei der Eröffnung Foto: Ministerium

Es ist nicht einfach nur ein viereckiger Holzturm, in hellem Grün gestrichen, der da im Lampensaal des Zentrums für Biodokumentation (ZfB) in Landsweiler-Reden steht. Am und um diesen Holzturm gibt es viel zu entdecken: Es gibt einen Touchscreen-Bildschirm, über den Informationen abgerufen werden können, über Hörer werden Audio-Beiträge angeboten, und da sind integrierte Glaskästen mit ausgestopften Tieren und Poster zu betrachten. Der multimediale Turm dient nur einem Zweck: die interessierten Bürger über Natur- und Artenschutz zu informieren, ihr Bewusstsein für die Vielfalt der Natur zu schärfen.

„Es ist wichtig, dass wir das, was wir schützen wollen, auch kennen“, sagt Umweltminister Reinhold Jost. Er eröffnete pünktlich zum Tag des Artenschutzes diese neue mobile Naturschutz-Ausstellung im Zentrum für Biodokumentation. Die multimediale Stele wird künftig auf engstem Raum über immer wieder wechselnde Naturschutzthemen aufklären und soll dabei möglichst viele Zielgruppen vom Schüler bis zum Rentner ansprechen. Die Inhalte des Ausstellungskorpus können beliebig variiert werden. Zum Start wird über die Arbeit des ZfB und die Ausweisung der Natura 2000-Gebiete im Saarland informiert.

„Sie ist ein echter Hingucker“, urteilte Jost über die Stele, deren unterschiedliche Komponenten er gleich testete. „Der qualifizierte Schutz von Tier- und Pflanzenarten setzt Fachwissen voraus. Es muss bekannt sein, welche Arten wann und wo vorkommen, und wir müssen wissen, warum sie gefährdet sind. Für das Saarland ist dieses Wissen im Zentrum für Biodokumentation gebündelt. Mit den hier erfassten Daten über die Verbreitung von Arten im Saarland verfügen wir über die notwendige Basis für eine fachlich solide Natur- und Schutzgebietsplanung. Doch das Wissen um die Arten geht leider bundesweit auch auf Fachebene immer mehr verloren. Zu vielen Tier- und Pflanzengruppen haben wir heute schon fast keine Spezialisten mehr, die die Arten noch kennen und sie in der Natur sicher bestimmen können“, bedauert Minister Jost.  Umso wichtiger seien Ausstellungen wie diese, die wieder Interesse wecken wollen für diese Wissenschaft.

Die ersten öffentliche Auftritte der Ausstellungs-Stele stehen für die kommenden Wochen schon fest: Vom 29. März bis zum 02. April wird sie im Saarparkcenter in Neunkirchen in Kooperation mit dem NABU zu sehen sein. Vom 9. bis 17 April wird sie am Stand der Landesregierung auf der Internationalen Saarmesse für Naturschutz werben.

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