HOMBURG1 | SAARLAND NACHRICHTEN
Die Grünen-Landtagsfraktion fordert vor dem Hintergrund, dass in immer mehr Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen Mineralölrückstände nachgewiesen werden, umfassende Kontrollen auch im Saarland. Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende, Hubert Ulrich:

„Nachdem die Verbraucherorganisation Foodwatch im vergangenen Jahr bereits festgestellt hat, dass Lebensmittel wie Nudeln, Cornflakes, Reis und Gegenstände wie Altpapierpackungen mit Mineralöl-Rückständen belastet sind, wurden diese Stoffe nun auch in Schoko-Hasen verschiedener Hersteller nachgewiesen. Diese Erkenntnisse sind höchst besorgniserregend vor allem aufgrund der Tatsache, dass die in Mineralölen enthaltenen Stoffe im Verdacht stehen, krebserregend zu sein.

Obwohl weder auf EU-Ebene noch in Deutschland Grenzwerte für die Höhe solcher Stoffe in Lebensmitteln existieren, führen dennoch einige Bundesländer wie Baden-Württemberg und Sachsen Untersuchungen auf Mineralölrückstände durch. Die saarländische Landesregierung hegt jedoch offenbar kein Interesse, ebenfalls entsprechende Untersuchungen zu veranlassen. Sie hatte im Umweltausschuss im Februar auf unsere Nachfrage hin lediglich darauf verwiesen, dass diese Kontrollen gesetzlich nicht vorgeschrieben sind. Entsprechende Analysemethoden gebe es in den hiesigen Laboren nicht.

Diese Aussage lässt erkennen, dass präventiver Gesundheitsschutz ein Fremdwort für diese Landesregierung zu sein scheint. Wir fordern von ihr, endlich im Sinne der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu handeln. Sie muss Prüfaufträge für die Kontrolle von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen auf Mineralölrückstände an Ämter in anderen Bundesländern vergeben und künftig entsprechende Analysemethoden auch in den saarländischen Laboren einführen.“

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