Wer im Saarland an die Zapfsäule fährt, zahlt derzeit im Bundesvergleich am wenigsten. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des ADAC zu den Kraftstoffpreisen in allen 16 Bundesländern vom 17. Februar 2026. Während sich vielerorts die Preise weiter auf hohem Niveau bewegen, sticht das kleinste deutsche Flächenland erneut als günstigste Region hervor.
Nach den Berechnungen des Automobilclubs kostet ein Liter Super E10 im Saarland im Schnitt 1,715 Euro. Damit liegt das Land knapp vor Berlin, wo für denselben Kraftstoff durchschnittlich 1,725 Euro fällig werden. Am anderen Ende der Skala steht Sachsen-Anhalt: Dort müssen Autofahrer für einen Liter Super E10 derzeit 1,794 Euro bezahlen – das sind 7,9 Cent mehr als im Saarland.
Auch Dieselfahrer kommen im Südwesten vergleichsweise gut weg. Ein Liter Diesel kostet im Saarland im Mittel 1,669 Euro. Direkt dahinter folgt Rheinland-Pfalz mit einem Durchschnittspreis von 1,672 Euro. Am teuersten ist Diesel aktuell in Mecklenburg-Vorpommern: Dort werden im Schnitt 1,768 Euro pro Liter verlangt. Im Vergleich zum Saarland ergibt sich damit ein Aufschlag von 9,9 Cent je Liter.
Der Blick zurück auf das vergangene Jahr zeigt, dass die günstigen Preise im Saarland kein Zufall sind. In sieben der zwölf Monatsauswertungen verzeichnete das Land die niedrigsten Benzinpreise bundesweit, bei Diesel lag es sechs Mal vorn. Der ADAC verweist darauf, dass die Nähe zu Luxemburg eine Rolle spielen könnte, da dort traditionell eher niedrige Spritpreise gelten. Hinzu komme die hohe Bevölkerungsdichte im Saarland mit entsprechend vielen Tankstellen. Diese Konstellation fördere einen intensiven Wettbewerb zwischen den Anbietern und drücke so das allgemeine Preisniveau an den Zapfsäulen.
Unabhängig vom Wohnort rät der Club dazu, die Preise vor dem Tanken genau zu vergleichen. Der ADAC empfiehlt Autofahrerinnen und Autofahrern, „konsequent dort zu tanken, wo es am günstigsten ist“. Dabei sei nicht nur der Standort entscheidend, sondern auch der Zeitpunkt. Nach den Beobachtungen des Clubs spielt die Tageszeit eine wesentliche Rolle: Wer abends tankt, kann im Vergleich zu den Morgenstunden im Schnitt rund 13 Cent je Liter sparen.
Für die aktuelle Untersuchung hat der ADAC die Preisdaten von mehr als 14.000 Tankstellen ausgewertet, die bei der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe erfasst sind. Diese Daten wurden den 16 Bundesländern zugeordnet und zu Durchschnittswerten zusammengeführt. Die nun veröffentlichten Preise stellen eine Momentaufnahme vom 17. Februar 2026 um 11 Uhr dar und geben damit den Stand zu diesem konkreten Zeitpunkt wieder.
Weitere Informationen zum Kraftstoffmarkt sowie laufend aktualisierte Preise stellt der ADAC online zur Verfügung.






















