Belebte Fußgängerzonen, gefüllte Schaufenster und Plätze, auf denen man gerne verweilt: Für dieses Ziel legt das Saarland weiteres Geld auf den Tisch. Rund 600.000 Euro fließen im Zeitraum von 2026 bis 2028 in fünf kommunale Vorhaben, die den örtlichen Einzelhandel stärken und die Zentren attraktiver machen sollen. Profitieren werden die Städte Saarbrücken, Saarlouis, Homburg und Ottweiler sowie die Gemeinde Quierschied.
Hinter der Zusage steht der bereits vierte Projektaufruf eines Förderprogramms, mit dem das Wirtschaftsministerium Kommunen dabei unterstützt, ihre Innenstädte, Stadtteil- und Ortszentren weiterzuentwickeln. Es geht dabei nicht allein um den Handel, sondern um die Frage, wie diese Orte auch als gesellschaftliche Mittelpunkte funktionieren können.
Wirtschaftsminister Jürgen Barke ordnet das Vorhaben in einen größeren Zusammenhang ein. „Attraktive Innenstädte und lebendige Ortskerne sind ein wichtiger Baustein für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung unseres Landes“, sagt er. Man wolle den Kommunen helfen, neue Ideen umzusetzen und die Aufenthaltsqualität nachhaltig zu verbessern. „Mit unserem Förderprogramm geben wir konkrete Impulse, damit unsere Städte und Gemeinden auch künftig starke und lebenswerte Standorte bleiben.“
Die einzelnen Projekte setzen dabei ganz unterschiedliche Schwerpunkte. In Saarbrücken erarbeitet die City-Marketing Saarbrücken GmbH eine Gesamtstrategie für die Innenstadt. Im Fokus stehen der Kampf gegen Leerstände und die Verknüpfung des Handels mit Freizeit, Kultur und neuen Nutzungsformen. Saarlouis wiederum geht den digitalen Weg: Dort werden ein datenbasiertes Frequenzmonitoring und ein Stadtgutschein-System samt City-App eingeführt, die strategisch miteinander verzahnt werden sollen.
Homburg setzt mit dem Projekt „Freundliche Übernahme von Homburgs Innenstadt“ auf ein besonders sensibles Thema. Neben der Belebung von Leerständen geht es hier gezielt um Unternehmensnachfolge. Gründungen und Übergaben sollen durch Beratung, Vernetzung und Kampagnen begleitet werden, damit potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger frühzeitig ins Boot geholt werden.
Auch in den kleineren Kommunen tut sich etwas. Ottweiler startet die „Innenstadt Offensive OTW 2.0“ und plant unter anderem einen mobilen Selfie-Point sowie die gestalterische Aufwertung der Enggass, um Handel und Gastronomie neue Impulse zu geben. Quierschied schließlich investiert in eine moderne, energieeffiziente Weihnachtsbeleuchtung für die Ortszentren von Quierschied, Fischbach-Camphausen und Göttelborn. Ein Lichterfest soll zusätzlich dafür sorgen, dass Besucherinnen und Besucher länger vor Ort verweilen.



















