Zum Ausschluss eines lesbischen Prinzessinnenpaares aus Kleinblittersdorf von der Wahl zum „Prinzenpaar des Jahres“ durch den Verband Saarländischer Karnevalsvereine erklärt der kulturpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jürgen Renner: 

„Sehr viele schwule und lesbische Karnevalistinnen und Karnevalisten kenne ich persönlich. Nicht selten sind sie mit voller Begeisterung aktive Leistungsträgerinnen und Leistungsträger des organisierten saarländischen Karnevals. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Dachverband der saarländischen Narren im Jahre 2020 unter Berufung auf die Brauchtumspflege schwule oder lesbische Mitglieder von der umfänglichen Teilhabe am Verbandsleben wirklich ausschließen will.

Das Brauchtum und dessen Pflege sind nicht statisch, sondern entwickeln sich dynamisch. Im Jahre 2020 sollte daher für die saarländischen Karnevalsvereine die Teilnahme von gleichgeschlechtlichen Prinzen- oder Prinzessinnenpaaren an Wahlen zum „Prinzenpaar des Jahres“ eine Selbstverständlichkeit sein. Eine Ausgrenzung von Schwulen und Lesben wäre jedenfalls ein Riesenverlust für die saarländische Karnevalsszene und als Diskriminierung nicht hinzunehmen.“

1 KOMMENTAR

  1. Karneval wer braucht ihn? Als ob wir keine anderen Probleme haben. Anderseits sind die Emanzipationsbewegungen seit Ende der 1960er Jahr noch nicht bei jedem angekommen? Scheint mir so.

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