HOMBURG1 | SAARLAND NACHRICHTEN

Die Saar-Uni beziffert den Sanierungsstau an ihren Gebäuden inzwischen auf 400 Millionen Euro. Hierzu erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Michael Neyses: 

„Seit Jahren verschließt die Landesregierung die Augen davor, was auf dem Campus der Saar-Uni ganz offensichtlich ist: Marode Gebäude werden notdürftig mit Bauzäunen gesichert, der Sanierungsbedarf ist enorm. Offenbar ist jedes zehnte Gebäude von der Schließung bedroht. Sieht die Landesregierung dieser Entwicklung weiter tatenlos zu, ist zu befürchten, dass in einigen Jahren ein geordneter Lehr- und Forschungsbetrieb nicht mehr zu gewährleisten ist.

Es kann nicht sein, dass an der Uni durch Drittmittel finanzierte Gebäude hochgezogen werden und gleichzeitig ein großer Teil der Studierenden und Uni-Mitarbeiter den Alltag in bröckelnden und schimmelnden Gebäuden verbringen muss. Auch an der HTW zeichnet sich inzwischen ein größerer Sanierungsstau auf dem Alt-Saarbrücker Campus ab.

Die Landesregierung muss endlich gegensteuern und die Mittel im Bauhaushalt für Infrastrukturmaßnahmen an den Hochschulen deutlich aufstocken. Darüber hinaus halten wir es für unerlässlich, dass das Land die Bauherrenfunktion der Gebäude auf die Hochschulen überträgt, wie es im Übrigen auch in anderen Bundesländern der Fall ist. Nur so wird es möglich sein, dass akute Sanierungsmaßnahmen ohne Zeitverzögerungen in die Wege geleitet werden können. Da das Land bislang als Bauherr auftritt, kam es laut Angaben der Uni in der Vergangenheit zu solch erheblichen Verzögerungen bei Projekten, dass bis zu 45 Prozent des Budgets überhaupt nicht abgerufen werden konnte.

Zudem muss die Landesregierung der Forderung der Uni nachkommen und im Rahmen der kommenden Ziel- und Leistungsvereinbarungen eine umfassende Hochschulstandortentwicklungsplanung vorlegen. Nur so wird es der Hochschule letztlich möglich sein, eine langfristige Strategie zum Erhalt ihrer Infrastruktur zu entwickeln.“

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