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Saarland | Beratungsstelle für Seniorenernährung nimmt ihre Arbeit auf – Minister Jost sieht akuten Handlungsbedarf 

Minister Jost mit dem Team der Vernetzungsstelle Seniorenernährung, von links: Philipp Jochum, Christoph Bier, Minister Jost, Vera Lamberts und Sandra Gerundt. Foto: Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Mangelernährung ist im Alter ein weit verbreitetes Problem. Eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) im Jahr 2008 hat gezeigt, dass 11 Prozent der Seniorinnen und Senioren in stationären Einrichtungen an Mangelernährung leiden, 48 Prozent haben ein Risiko für Mangelernährung. Eine im Dezember 2018 veröffentlichte Untersuchung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlichte Untersuchung brachte außerdem hervor, dass Speisen in Pflegeeinrichtungen häufig mit Keimen belastet sind.  

„Vor diesem Hintergrund wollen wir unsere Aktivitäten im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung ausbauen und den Blick verstärkt auf die Seniorenernährung richten. Über die notwendige Kompetenz und Erfahrung verfügen wir. Die Ernährungsexperten unserer Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung sind seit nunmehr zehn Jahren gesuchte Ansprechpartner, wenn es um Fragen rund um die Qualität des Kantinenessens für Kinder und Jugendliche geht“, so Verbraucherschutzminister Reinhold Jost. 

Er hat jetzt in seinem Haus mit finanzieller Unterstützung des Bundes eine zweite Vernetzungsstelle eingerichtet, die sich um das Thema Seniorenernährung kümmert. Zwei zusätzliche Mitarbeiter (zwei halbe Stellen) sind seit 2. Mai damit betraut. Die Projektförderung des Bundes ist zunächst auf fünf Jahre angelegt. Das Saarland ist das erste Bundesland, das diese Förderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in Anspruch nimmt und eine Vernetzungsstelle für Seniorenernährung (VNS SenE) etabliert hat.

„Ich sehe auf diesem Feld mit Blick auf Studienergebnisse und die stetig steigende Zahl älterer Menschen im Land dringenden Handlungsbedarf. Die Aufgaben, die mit der Seniorenernährung auf uns zukommen, sind eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen“, betont Jost.

Im Gegensatz zu Kitas oder Schulen handelt es sich bei der Verpflegung in Seniorenheimen um eine Vollverpflegung. Seniorinnen und Senioren leben häufig mehrere Jahre dort, so dass das Angebot vielfältig sein und den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner gerecht werden muss. Dies bezieht sich auf Abneigungen und Vorlieben wie auch altersspezifische Besonderheiten (Kau- und Schluckstörungen, geistige Beeinträchtigung, Appetitlosigkeit, verändertes Durstempfinden).

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