HOMBURG1 | SAARLAND NACHRICHTEN
Anlässlich des Internationalen Frauentags fordert die Linksfraktion im Saarländischen Landtag gleiche Chancen und gleiche Bezahlung für alle, unabhängig vom Geschlecht. Die Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt müsse beendet werden. Die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion und stellvertretende Landesvorsitzende der Saar-Linken Barbara Spaniol erklärt:
„Zur gesellschaftlichen Teilhabe gehört wirtschaftliche Unabhängigkeit und eben auch eine Teilhabe am Arbeitsmarkt. Es ist ein Unding, dass Deutschland bei der Lohngerechtigkeit zwischen Männern und ‎Frauen innerhalb der EU nur drittletzter ist. Die Lücke bei den durchschnittlichen Bruttoverdiensten ist mit 21,6 Prozent gewaltig. Es sind immer noch vor allem Frauen, die für Niedriglöhne zu prekären Bedingungen arbeiten müssen. Branchen, in denen vor allen Frauen arbeiten, gehören zu den Schlusslichtern bei Bezahlung und Arbeitsbedingungen – das sieht man bei den Pflegeberufen oder der Kinderbetreuung.
An der Spitze der privaten Großkonzerne oder der landeseigenen Betriebe sind Frauen dagegen nach wie vor die Ausnahme. Das muss ein Ende haben. Wir brauchen einen wirklich armutsfesten Mindestlohn und Tarifverträge, die Frauen nicht länger schlechter stellen. Auch müssen Minijobs mit sozialversicherungspflichtiger Arbeit gleichgestellt werden. Es kann nicht sein, dass die Beschäftigung zunimmt und die Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt bleibt.“ Um aufzuklären, wie die aktuelle Lage von Frauen am saarländischen Arbeitsmarkt aussieht, wird DIE LINKE eine entsprechende parlamentarische Anfrage an die Landesregierung stellen.
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