HOMBURG1 | SAARLAND NACHRICHTEN
Nachdem auch der Ethikrat die Mißstände an deutschen Kliniken kritisiert, fordert DIE LINKE im Saarländischen Landtag erneut mehr Geld und mehr Personal für die Krankenhäuser. Nötig seien klare gesetzliche Vorgaben, wie viele Pflegekräfte wie viele Patienten betreuen.
Die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion und Landesvorsitzende der Saar-Linken, Astrid Schramm, erklärt: „Der Ethikrat hat völlig Recht: Es ist ein Unding, dass im Zentrum unseres Gesundheitswesens nicht der Mensch steht, sondern der Profit. Darunter leiden dann vor allem Ältere, Kinder, Menschen mit Behinderung, Patienten mit mehreren Krankheiten und Demenzkranke. Immer weniger Pflegepersonal muss in immer kürzerer Zeit immer mehr Patientinnen und Patienten versorgen, weil in Deutschland insgesamt 100 000 Pflegekräfte fehlen, dazu kommen noch Ärzte und technisches Personal. Leidtragende sind Beschäftige wie Patienten gleichermaßen. So gefährdet der Personalmangel in unseren Krankenhäusern unsere Gesundheit. Die unhaltbaren Zustände können nur behoben werden, wenn wieder mehr Geld für die öffentlichen Krankenhäuser zur Verfügung steht, eine Bürgerversicherung eingeführt wird, in die wirklich jeder einzahlt und das verheerende System der Fallpauschalen abgeschafft wird.
Vorheriger ArtikelSaarland | Sicherheitstipps der Polizei zu Beginn der Motorradsaison
Nächster ArtikelSaarland | Finanzminister Stephan Toscani zum Beschluss der Finanzministerkonferenz: Mehr Transparenz bei Steueroasen und Briefkastenfirmen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.