blue and yellow car on road
Symbolbild - Foto: Jonas Augustin
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Die umfassende Reform der saarländischen Polizei tritt in die entscheidende Phase. Anders als bei früheren Umstrukturierungen steht diesmal keine Personalreduzierung im Mittelpunkt – im Gegenteil: Bis zum Jahr 2032 sollen insgesamt 2900 Stellen im Stellenplan der Polizei erreicht werden. Ein klares Zeichen für die Stärkung der öffentlichen Sicherheit im Saarland.

Gestartet wurde die Reform bereits im Jahr 2022, damals mit 2576 Stellen. Heute sind bereits 2686 Stellen besetzt – ein kontinuierlicher Anstieg, der auch dank der Einstellung von 415 Polizeianwärtern in den letzten drei Jahren gelungen ist. Der Ausbau des Personals trägt erste sichtbare Früchte und erhöht spürbar die Polizeipräsenz in der Fläche.

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Kernstück der Polizeireform ist es, Polizeibeamte von Aufgaben zu entlasten, die nicht zu ihren Kernkompetenzen gehören. So wurden im Ministerium für Inneres, Bauen und Sport strategische Aufgaben gebündelt, um Doppelstrukturen abzubauen. Parallel dazu wurden Verwaltungsaufgaben innerhalb der Polizei neu organisiert. Bereits jetzt konnten dadurch rund 35 Vollzeitstellen freigesetzt werden, deren Stelleninhaber nun verstärkt für die Kriminalitätsbekämpfung eingesetzt werden können.

Zum 1. März 2025 erfolgt ein weiterer wichtiger Schritt: Das bisherige Landespolizeipräsidium wird in das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport integriert und die Landespolizeidirektion neu strukturiert. Diese gliedert sich künftig in drei klar definierte Bereiche: Gefahrenabwehr und Einsatz (LPD 1), das Landeskriminalamt (LPD 2) und Dienstleistungen (LPD 3). Durch diese Bündelung von Kompetenzen und Zuständigkeiten sollen Effizienz und Sicherheit deutlich erhöht werden.

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Auch digitale Lösungen stehen im Fokus der Reform: Spezielle Apps, beispielsweise zur Unfallaufnahme oder zur Identitätsfeststellung, ermöglichen es Polizeibeamten, Vorgänge bereits vor Ort abzuschließen. Die Digitalisierung von Berichtspflichten und Verwaltungsabläufen sorgt zudem dafür, dass sich Beamte stärker auf operative Aufgaben konzentrieren können.

Darüber hinaus entlastet die Polizei ihre Beamten, indem verstärkt Tarifkräfte eingesetzt werden. Insgesamt 52 Stellen werden mit Fachpersonal wie IT-Administratoren, Psychologen und Büchsenmachern besetzt, um spezifische, polizeifremde Tätigkeiten zu übernehmen. Dies ermöglicht den Polizeibeamten, sich wieder vermehrt ihren Kernaufgaben zu widmen.

Innenminister Reinhold Jost zieht eine positive Zwischenbilanz: „Mit der aktuellen Polizeireform schaffen wir eine moderne, leistungsfähige und bürgernahe Polizei. Sie stellt einen Meilenstein dar, der dank des engagierten Einsatzes aller Beteiligten erreicht wurde. Diese Reform verbessert nachhaltig die öffentliche Ordnung und innere Sicherheit im Saarland.“

Die Umsetzung der Reform erfolgt mit höchster Priorität und Sorgfalt, um die Funktionsfähigkeit der neuen Strukturen rasch und effektiv sicherzustellen. Ziel bleibt dabei stets eine noch leistungsfähigere, effizientere Polizei im Dienste der saarländischen Bürger.

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