Sechs neue Beschäftigte verstärken seit dem 1. Januar 2026 den Polizeilichen Ordnungsdienst im Saarland – eine Einheit, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert und längst zum festen Bestandteil der Sicherheitsarchitektur des Bundeslandes geworden ist. Für die Neuzugänge begann mit dem Jahreswechsel ein dreimonatiger Qualifizierungslehrgang, an dessen Ende sie als Hilfspolizeibeamtinnen und -beamte bestellt werden sollen.
Der Lehrgang wird von aktiven Polizeibeamtinnen und -beamten der Landespolizeidirektion sowie der Fachhochschule für Verwaltung durchgeführt. In Theorie und Praxis eignen sich die Teilnehmenden Wissen in den einschlägigen Rechtsgebieten sowie in Organisations- und Dienstkunde an. Ende März beziehungsweise Anfang April steht dann eine schriftliche und eine mündliche Prüfung an, bevor die offizielle Bestellung erfolgen kann.
Mit dem Status als Hilfspolizeibeamte auf Grundlage des Saarländischen Polizeigesetzes erhalten die sechs Kräfte weitreichende Befugnisse, die sonst Polizeivollzugsbeamten vorbehalten sind. Dazu zählen unter anderem Identitätsfeststellungen, Befragungen, Platzverweise sowie die Durchsuchung von Personen und Sachen. Auch Sicherstellungen dürfen sie vornehmen. Zur Eigensicherung sind sie befugt, Fesseln und Reizstoffe mitzuführen.
Ihr Einsatzspektrum reicht von der Absicherung von Gebäuden über Streifendienste bis hin zur Verkehrs- und Videoüberwachung. Darüber hinaus unterstützen sie die regulären Einsatzkräfte bei größeren Lagen. Genau diese Bandbreite macht den Polizeilichen Ordnungsdienst zu einem wirksamen Instrument, um die Vollzugsbeamtinnen und -beamten im Alltag spürbar zu entlasten.
Innenminister Reinhold Jost ordnete die Neueinstellungen in einen größeren Zusammenhang ein: „Der Polizeiliche Ordnungsdienst feiert in diesem Jahr 10-jähriges Jubiläum und ist mittlerweile eine fest etablierte Einheit, die maßgeblich zur Entlastung unserer Polizistinnen und Polizisten beiträgt.“ Er bezeichnete den Dienst als einen von vielen wichtigen Bausteinen in den Maßnahmenpaketen der Landesregierung zur Unterstützung der saarländischen Polizei.
Jost verwies zudem auf die Gesamtstrategie des Landes, die weit über den Ordnungsdienst hinausreicht. Moderne Einsatzmittel, eine stetige Weiterentwicklung der Infrastruktur und ein nachhaltiger Personalaufwuchs gehörten gleichermaßen dazu. „So stellen wir sicher, dass unsere Polizei ihre Aufgaben optimal erfüllen kann“, betonte der Minister. Die Einstellung der sechs neuen Tarifkräfte reiht sich damit in eine Reihe von Maßnahmen ein, mit denen das Saarland die Leistungsfähigkeit seiner Polizei langfristig sichern will.





















