Bild: Bill Titze.

Die Gemeinschaftsküche ist das Herzstück des Ronald Mc-Donald-Hauses Homburg, hier treffen sich die Familien und kommen ins Gespräch. Umso wichtiger, dass dieser Ort eine Umgebung zum Wohlfühlen bietet. Nicht zuletzt deshalb entschied sich die Leitung, die Küche komplett neu zu gestalten. Nun ist sie fertig – und kann sich mehr als sehen lassen.

Familien, die hierher kommen, durchleben eine extrem harte Zeit. Im Ronald McDonald-Haus kommen nämlich Angehörige von krebskranken Kindern unter, die an der Homburger Uniklinik behandelt werden. Stress, Ängste, Ungewissheit beschäftigen die Menschen, die ein Appartment in dieser 2005 eröffneten Einrichtung beziehen. Da ist es umso wichtiger, dass es einen Ort gibt, der eine angenehme Atmosphäre ausstrahlt und zumindest ein Stück Geborgenheit bietet. So wie die Küche, die Leiterin Tina Meiser als „Herz“ des Hauses bezeichnet.

Bild: Bill Titze.

Dieses „Herz“ blutete, um im Bild zu bleiben, in den vergangenen Jahren etwas aus. 230 Familien im Jahr kommen im Ronald McDonald-Haus unter, kein Wunder, dass die Küche da Abnutzungserscheinungen zeigt. Zwar versichert Meiser, die 17 Jahre alte Küche sei noch in einem „guten Zustand“ gewesen. Dennoch war den Verantwortlichen klar, dass eine Renovierung ansteht. Anfang diesen Jahres entschloss man sich zu dem Schritt, nun erstrahlt die Küche nach gerade einmal vier Wochen Bauzeit in strahlend neuem Glanz.

Ein neuer Holzboden wurde verlegt, die technische Ausstattung wurde komplett erneuert, auch die Decke wurde neu gemacht. Was bei jeder Privatperson schon ein Kraftakt ist, war im Ronald McDonald-Haus nochmal mit ganz besonderen Herausforderungen verbunden. „Wir haben ja gar keine anderen Kochmöglichkeiten, die Kühlschränke mussten im Foyer unterkommen. Von daher musste das alles sehr schnell gehen.“ Ging es dann auch, in vier Wochen war das Wichtigste erledigt. 68.000 Euro kostete die Renovierung, 52.000 Euro kamen als Spenden von Privatleuten und Unternehmen.

Bild: Bill Titze.

Während also die Böden herausgerissen und eine komplett neue Küche eingebaut wurde, mussten die Familien anderweitig versorgt werden. Zum Glück hat das Ronald McDonald-Haus viele ehrenamtliche Helfer. Fleißig bekochten diese die Bewohner, auf dem Speiseplan standen Suppen oder Kartoffelsalat. „Das war richtig lecker, vielen Dank für euer Engagement“, bedankte sich Meiser bei den zur Küchen-Einweihung anwesenden Helferinnen.

Auch die Präsidentin des Freundeskreises des Hauses, Siegrid Getrey-Hagmaier, kochte mit. So wie vor der Corona-Pandemie auch bei den Verwöhnabenden, bei denen die Familien mit tollen Gerichten verwöhnt werden. Zwei Jahre lang konnten diese nicht stattfinden, nun freut sich Getrey-Hagmaier bald in einer modernen Küche den Kochlöffel schwingen zu können. „Die Küche ist wirklich wunderschön geworden. Es tut gut zu sehen, dass es nach der Pandemie wieder weitergeht.“ Insgesamt seien die Verwöhnabende ungemein wichtig für die betroffenen Familien. „Da können sie sich erholen und gestärkt zu Bett gehen. Das ist ganz wichtig, denn nur so können sie ihren Kindern Kraft und Hoffnung geben.“

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